Die Eigenkapitalquote zeigt, wie gross der Anteil des Eigenkapitals am gesamten Kapital eines Unternehmens ist. Sie gibt damit einen ersten Hinweis darauf, wie stark ein Unternehmen mit eigenen Mitteln und wie stark es mit Fremdkapital finanziert ist.
Vereinfacht gilt
Eigenkapitalquote = Eigenkapital Ă· Gesamtkapital Ă— 100
Verfügt ein Unternehmen beispielsweise über 40 Millionen Franken Eigenkapital bei einem Gesamtkapital von 100 Millionen Franken, beträgt die Eigenkapitalquote 40 Prozent.
Eine hohe Eigenkapitalquote bedeutet grundsätzlich, dass ein grösserer Teil des Unternehmens aus eigenen Mitteln finanziert ist. Das kann die finanzielle Widerstandsfähigkeit erhöhen, weil weniger Schulden bedient werden müssen. Eine tiefe Eigenkapitalquote weist dagegen auf einen höheren Anteil an Fremdfinanzierung hin und kann das finanzielle Risiko erhöhen.
Mehr Eigenkapital ist allerdings nicht automatisch besser. Welche Eigenkapitalquote sinnvoll ist, hängt stark von Branche, Geschäftsmodell und Stabilität der Erträge ab. Banken haben beispielsweise eine andere Kapitalstruktur als Industrieunternehmen oder Immobiliengesellschaften.
Für Anlegerinnen und Anleger sollte die Eigenkapitalquote deshalb nie isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist auch, wie profitabel ein Unternehmen arbeitet, welche Schulden es trägt und wie zuverlässig es seine Verpflichtungen bedienen kann.
Die Eigenkapitalquote zeigt, wie dick das finanzielle Polster ist. Ob darauf bequem geschlafen werden kann, verrät sie allein noch nicht.