Häufig gestellte Fragen («Wie werde ich über Nacht reich?», «Welche Aktie legt in den nächsten zwei Monaten stark zu?») beantworten wir hier nicht. Stattdessen viele andere, die wir hin und wieder gestellt bekommen, zum technischen Ablauf, zu Ihrer Vorsorge, unserer Strategie und den Gebühren.
Rarely Asked Questions:
1.
Vorsorge in der Schweiz
Was ist die Säule 3a?
Die Säule 3a ist Ihre private, freiwillige Vorsorge zusätzlich zu AHV und Pensionskasse. Sie zahlen ein, sparen dabei Steuern, und das Geld bleibt bis kurz vor der Pensionierung gebunden. Mehr zu Aufbau, Regeln und Vorteilen lesen Sie in unserem Blog Säule 3a in der Schweiz.
Warum brauche ich eine Säule 3a?
Weil AHV und Pensionskasse allein für die meisten Menschen nicht reichen, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. Diese Lücke heisst Vorsorgelücke, und sie trifft praktisch jede und jeden, der sich nicht zusätzlich absichert. Die Säule 3a schliesst genau diese Lücke, und weil die Steuerbehörden Ihre Einzahlungen mit einem Steuerabzug belohnen, lohnt sich das Sparen gleich doppelt. Mehr dazu in unserem Blog Sparen mit der dritten Säule.
Wer darf in die Säule 3a einzahlen?
Einzahlen darf, wer ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen erzielt, und zwar ab dem Jahr, in dem Sie 18 Jahre alt werden. Wie viel, hängt davon ab, ob Sie einer Pensionskasse angeschlossen sind. Mit Pensionskasse gilt die sogenannte kleine Säule 3a mit einem fixen Höchstbetrag, ohne Pensionskasse die grosse Säule 3a, bei der Sie bis zu 20 Prozent Ihres Erwerbseinkommens einzahlen dürfen, bis zu einer oberen Grenze. Die jeweils aktuellen Zahlen finden Sie in unserem Blog Säule-3a-Maximalbetrag.
Wie viel Steuern kann ich mit der Säule 3a sparen?
Ihre jährlichen Einzahlungen können Sie in der Steuererklärung vom steuerbaren Einkommen abziehen. Je mehr Sie einzahlen, desto tiefer Ihr versteuertes Einkommen und desto grösser die Ersparnis. Wie viel das konkret ausmacht, hängt von Einkommen, Vermögen und Wohnort ab und lässt sich nicht pauschal beziffern. Ein Rechenbeispiel finden Sie in unserem Blog zur Steuerersparnis mit der Säule 3a.
Wie viele Säule-3a-Konten darf man haben?
Ausser in den Kantonen Genf und Zug, wo maximal drei Konten erlaubt sind, gibt es keine gesetzliche Obergrenze für Vorsorgekonten oder -depots. Eine Ausnahme ist der Kanton Jura, der zwar keine Gesamtlimite kennt, aber pro Bank nur zwei Konten erlaubt. Sie können also durchaus mehrere 3a-Konten führen, auch mehrere gleichzeitig bei Descartes.
Als Faustregel empfehlen wir Angestellten bis zu drei Vorsorgepläne, Selbstständigerwerbenden wegen der höheren möglichen Beiträge bis zu fünf. Wichtig ist nur, dass die Summe aller Einzahlungen pro Jahr den gesetzlichen Maximalbetrag nicht übersteigt.
Die Aufteilung auf mehrere Vehikel hat handfeste Vorteile, etwa bei der gestaffelten Auszahlung. Mehr dazu in unserem Blog Säule 3a in der Schweiz.
Was ist der Unterschied zwischen der Säule 3a und der Säule 3b?
Beides ist freiwilliges Sparen innerhalb der dritten Säule, doch die Spielregeln unterscheiden sich deutlich. Die Säule 3a ist die gebundene Vorsorge. Sie sparen dabei Steuern, dafür bleibt Ihr Geld bis kurz vor der Pensionierung gebunden, bei der Einzahlung gilt ein gesetzliches Maximum, und beim Bezug fällt eine reduzierte Kapitalleistungssteuer an. Die Säule 3b ist dagegen die freie Vorsorge, salopp gesagt Ihr übriges Vermögen wie Lohn- oder Sparkonto, Wertschriften oder Immobilien. Hier gibt es weder Maximalbeträge noch einen Steuerabzug bei der Einzahlung. Das Guthaben wird als Vermögen versteuert, dafür bleibt die Auszahlung steuerfrei und der Zeitpunkt frei wählbar. Bei uns können Sie Ihr freies Vermögen über Descartes Invest chancenorientiert und nachhaltig anlegen.
Was ist ein Freizügigkeitskonto?
Ein Freizügigkeitskonto verwahrt Ihr Vorsorgeguthaben aus der beruflichen Vorsorge vorübergehend, wenn es nicht direkt an eine Pensionskasse übertragen werden kann, etwa bei Arbeitslosigkeit, einer beruflichen Auszeit oder dem Wechsel in die Selbstständigkeit. Was genau dahintersteckt und wie sich ein klassisches Freizügigkeitskonto von einem Freizügigkeitsdepot mit Wertschriften unterscheidet, erklären wir im Glossar unter Freizügigkeitskonto.
Wann brauche ich ein Freizügigkeitskonto?
Immer dann, wenn Ihr Anstellungsverhältnis endet, ohne dass ein neues in Sicht ist, und Sie deshalb eine Lösung für Ihr Pensionskassenguthaben brauchen. Das betrifft etwa Arbeitslosigkeit, eine längere Auszeit, eine Vollzeitausbildung, Elternzeit oder den Schritt in die Selbstständigkeit. Bis Sie wieder in ein Anstellungsverhältnis zurückkehren, bleibt Ihr Geld auf dem Freizügigkeitskonto geparkt. Mehr dazu in unserem Blog Pensionskassenwechsel nach Kündigung.
Kann ich meine Freizügigkeitsleistung auf mehrere Konten aufteilen («Splitting»)?
Ja. Beim Austritt aus einer Pensionskasse dürfen Sie Ihre Freizügigkeitsleistung auf zwei Konten bei zwei verschiedenen Freizügigkeitseinrichtungen aufteilen (Art. 12 Abs. 1 Freizügigkeitsverordnung). Prüfen Sie das gleich beim Austritt, denn ein nachträgliches Splitting ist nicht mehr möglich, sobald das gesamte Guthaben einmal auf ein einziges Freizügigkeitskonto oder -depot überwiesen wurde. Zwei Konten können Ihnen später mehr Flexibilität bei Anlage und Bezug verschaffen. Mehr dazu in unserem Blog BVG-Freizügigkeit splitten.
Was ist der Unterschied zwischen einem Freizügigkeitskonto und einer Freizügigkeitspolice?
Eine Freizügigkeitspolice bieten Lebensversicherungen an. Sie deckt zusätzlich Risiken wie Invalidität oder Tod ab, was allerdings auf Kosten des Zinsertrags geht. Ein Freizügigkeitskonto oder -depot stammt dagegen von einem Finanzinstitut: Entweder liegt Ihr Geld auf einem Konto mit sehr bescheidenem Zins, oder Sie legen es langfristig an den Finanzmärkten an.
Im Konkursfall sieht der Schutz unterschiedlich aus. Bei einem Freizügigkeitskonto sind bis zu 100'000 Franken insgesamt geschützt, wobei diese Grenze für Cash-Konto, Säule-3a- und Freizügigkeitskonto zusammen bei derselben Bank gilt. Bei einer Freizügigkeitspolice ist das Guthaben inklusive Zinsen vollumfänglich garantiert, weil die Versicherungsgesellschaft dafür ein gebundenes, speziell ausgeschiedenes Vermögen bilden muss.
Was soll ich tun, wenn ich meine Pensionskassengelder nicht mehr finden kann?
Häufige Stellenwechsel sind der Klassiker dafür, dass Pensionskassengelder in Vergessenheit geraten. Zum Glück gibt es einfache Wege, verschollenes Geld wieder aufzuspüren. Wie das geht, zeigen wir Schritt für Schritt in unserem Blog Pensionskassengelder suchen.
Kann ich die Vorsorgegelder für das Eigenheim vorbeziehen?
Ja. Ein Vorbezug kann die finanzielle Lücke schliessen, die noch zwischen Ihnen und dem Traumhaus steht. Die Verordnung zur Wohneigentumsförderung (WEFV) erlaubt es, dafür angespartes Geld aus der beruflichen Vorsorge, etwa der Freizügigkeit, oder aus der Säule 3a zu verwenden. Alle Voraussetzungen und Details lesen Sie in unserem Blog Wohneigentumsförderung.
2.
Sicherheit
Ist Descartes ein reguliertes Finanzunternehmen?
Ja. Die Descartes Finance AG ist von der FINMA als Vermögensverwalterin gemäss Finanzinstitutsgesetz Art. 17 Abs. 1 (FINIG) zugelassen und steht unter laufender Aufsicht einer Aufsichtsorganisation nach Finanzmarktaufsichtsgesetz Art. 43a ff. (FINMAG). Zuständig ist die OSFINcontrol AG. Weitere Informationen finden Sie in der Liste der von der FINMA bewilligten und überwachten Vermögensverwalter und Trustees.
Wo und von wem wird mein Geld verwahrt?
Konto- und depotführende Bank ist die Lienhardt & Partner Privatbank Zürich AG. Bei ihr werden Ihre Anlage- und Vorsorgedepots geführt und Ihre Wertschriften verwahrt. Für Vorsorgepläne kommt zusätzlich die Unabhängige Vorsorgestiftung Zürich (UVZH) in Zürich (Säule 3a) oder Schwyz (FZ) ins Spiel, die Vorsorgestiftung der Lienhardt & Partner Privatbank Zürich AG. Sie legt Ihr Geld in die von Ihnen gewählten Finanzprodukte an.
Ist mein Geld selbst in einem Konkursfall sicher?
Ja. Bei Descartes investieren wir Ihr Vermögen in Wertschriften, und Depotwerte bleiben immer Eigentum der Kundinnen und Kunden. Geht das Finanzinstitut einmal unter, werden diese Werte aus der Konkursmasse ausgesondert und an Sie zurückgegeben. Das ist übrigens auch, warum wir bei unseren Anlagen Anleihen gegenüber blosser Liquidität bevorzugen. Warum wir diese Wahl treffen, erklären wir in unserem Blog Warum wir bei unseren Portfolios auf Obligationen statt Cash setzen.
Was viele nicht wissen: Bei klassischen Freizügigkeits- oder Säule-3a-Konten ohne Wertschriften sieht es anders aus. Diese Bankguthaben sind im Konkursfall der Bank nur bis 100'000 Franken privilegiert und fallen nicht unter die Einlagensicherung. Mehr dazu bei der FINMA.
Sind meine Auszahlungen sicher? Sind Fehlauszahlungen ausgeschlossen?
Grundsätzlich ja, denn Auszahlungen erfolgen ausnahmslos auf ein Konto in der Schweiz, das auf Ihren Namen lautet. Als zusätzliche Sicherheit bestätigen Sie jede Auszahlung aus Ihrem Invest-Konto mit einem SMS-Code. Erst danach wird das Geld überwiesen.
Wie sicher sind meine persönlichen Daten bei Descartes?
Ihre Daten werden sicher in der Schweiz gespeichert und verwaltet, nach denselben strengen Massstäben, wie sie auch Banken einhalten müssen. Führende Verschlüsselungstechnologie sorgt für hohe Sicherheitsstandards, und den Zugang zu Ihrem Konto schützen wir zusätzlich mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung.
3.
Anlagestrategie & Performance
Welche Anlagemodelle bietet Descartes an?
Es stehen Ihnen drei Anlagemodelle zur Auswahl. Passiv setzt auf Responsible-Indexfonds. Aktiv mit cleverer Risikominimierung reduziert zusätzlich den CO₂-Fussabdruck (ESG). Und Aktiv mit cleverer Risikominimierung kombiniert mit Bitcoin ergänzt das Portfolio um einen kleinen Bitcoin-Anteil. Details zu allen drei finden Sie auf unseren Produktseiten «Säule 3a», «Freizügigkeit» und «Invest» sowie in unserem Blog Welche Anlagestrategie passt zu mir?
Welche Rendite kann ich erwarten, und was haben die Portfolios bisher erzielt?
Sie dürfen einen dem Markt entsprechenden, risikoangepassten Ertrag erwarten, eine Garantie dafür gibt es aber nicht. Auch eine regelbasierte Strategie erzielt nicht zwingend auch künftig die gewünschten Resultate, gerade wenn sich die Marktdynamik verändert. Wie sich unsere Portfolios in der Vergangenheit tatsächlich entwickelt haben, zeigen wir transparent auf unserer Seite Performance.
Stellt Descartes auch individuelle Portfolios zusammen?
In den meisten Fällen nicht, denn die meisten unserer Kundinnen und Kunden fahren mit breit diversifizierten, kostengünstigen Fondslösungen schlicht besser. Unter ganz bestimmten Umständen lohnt sich aber unser Private Banking. Ob das auch für Sie zutrifft, erfahren Sie dort.
4.
Gebühren
Welche Gebühren fallen bei Descartes an?
Bei Descartes zahlen Sie eine faire All-in-Gebühr, egal ob Säule 3a, Freizügigkeit oder Invest. Versteckte Kosten gibt es bei uns nicht, und das meinen wir wörtlich. Welche Fixkosten für welches Produkt gelten, legen wir auf unserer Gebührenseite vollständig offen.
Warum ist Descartes so günstig?
Weil bei uns die Prozesse weitgehend automatisiert sind. Das senkt nicht nur die Kosten, sondern verbessert auch das Risikomanagement, und weil wir keine physischen Filialen unterhalten, sparen wir gleich nochmals. Zusammen mit kostengünstigen Anlageprodukten ergibt das ein Angebot, das deutlich attraktiver ist als bei etablierten Banken und klassischen Vermögensverwaltungen.
Wann werden die Gebühren belastet?
Quartalsweise, sowohl von Descartes als auch von der Lienhardt & Partner Privatbank Zürich.
Kann ich die Gebühren von meinem steuerbaren Einkommen abziehen?
Teilweise. Die Depotgebühr von 0,30 Prozent können Sie vom steuerbaren Einkommen abziehen. Die Gebühr für die Vermögensverwaltung, ebenfalls 0,30 Prozent, lässt sich dagegen in der Regel nicht abziehen.
5.
Kontoeröffnung
Wie eröffne ich ein Konto bei Descartes?
Ganz einfach. Egal ob Säule 3a, Freizügigkeit oder Invest, es braucht nur vier Schritte bis zum unverbindlichen Kontoabschluss: Fragen zum Risikoprofil beantworten, Anlagemodell und Aktienquote wählen, persönliche Angaben erfassen und unterschreiben. Bei einem Invest-Konto kommt zusätzlich eine digitale Identitätsprüfung dazu, dafür halten Sie am besten Ihren gültigen Ausweis oder Reisepass bereit. Sie dauert rund 5 Minuten. Die rechtsverbindliche Unterschrift leisten Sie über eine mehrjährig gültige qualifizierte elektronische Signatur. Eröffnen können Sie Ihr Konto sowohl in der Mobile-App als auch in der Web-App.
Muss ich für Descartes meine bisherige Bank wechseln?
Nein. Sie können Ihre bestehende Bankverbindung unverändert behalten. Bei der Kontoeröffnung über Descartes wird lediglich die für Ihre Anlage benötigte Konto- und Depotbeziehung bei der Lienhardt & Partner Privatbank Zürich AG eröffnet. Dorthin überweisen Sie Ihre Einzahlungen, das Geld wird anschliessend gemäss Ihrer gewählten Anlagestrategie investiert.
Wie ermittelt Descartes mein Risiko- und Anlageprofil?
Für Ihre passende Risikoklasse berücksichtigen wir zwei Dinge: Ihre Risikofähigkeit, also wie viel Anlagerisiko Sie aufgrund Ihrer finanziellen Situation und Ihres Anlagehorizonts tragen können, und Ihre Risikobereitschaft, also wie viel Risiko Sie persönlich eingehen möchten. Dabei fliessen unter anderem Ihre Finanzkenntnisse, Ihre Renditeerwartungen und Ihr bisheriges Anlageverhalten ein. Aus diesen Angaben ergibt sich Ihr Risiko- und Anlageprofil, auf dessen Basis wir Ihnen ein passendes Musterportfolio vorschlagen. Die verfügbaren Profile reichen dabei von einer Aktienquote von 20 Prozent bis 100 Prozent.
Kann ich meine Aktienquote und das Anlagemodell im Nachhinein noch ändern?
Ja, jederzeit und kostenlos, ganz einfach im Kundenportal. Bei Säule 3a und Freizügigkeit findet die Anpassung wöchentlich am Dienstag statt, bei Invest-Anlagen zweimal wöchentlich, jeweils am Dienstag und Donnerstag. Zwischen Weihnachten und Neujahr pausiert das Rebalancing wegen eingeschränkter Handelbarkeit.
Wann erhalte ich die IBAN?
Sofort bei der Kontoeröffnung. Sie finden sie danach jederzeit im Kundenportal.
Ich habe bereits eine Säule 3a bzw. ein Freizügigkeitskonto. Wie wechsle ich meine Vorsorgegelder zu Descartes?
Ganz unkompliziert. Füllen Sie den von uns im Kundenportal bereitgestellten Überweisungsauftrag aus, drucken Sie ihn aus, unterschreiben Sie ihn, und schicken Sie ihn per Post oder E-Mail an Ihre bisherige Pensionskasse oder Freizügigkeitsstiftung.
Ich bin nicht in der Schweiz wohnhaft. Kann ich trotzdem ein Konto abschliessen?
Aus regulatorischen Gründen dürfen wir nur Kundinnen und Kunden mit permanenter Adresse in der Schweiz aufnehmen. US-Personen können wir grundsätzlich nicht betreuen.
Bietet Descartes persönliche Beratung an?
Unsere App begleitet Sie Schritt für Schritt durch die Kontoeröffnung und hilft Ihnen, die passende Anlagestrategie zu finden, sodass viele Kundinnen und Kunden den Prozess ganz bequem allein abschliessen. Sollten trotzdem Fragen offenbleiben, sind wir für Sie da, im Chat, telefonisch oder, falls gewünscht, in einem persönlichen Beratungsgespräch vor Ort.
6.
Einzahlungen
Gibt es eine Mindesteinzahlung bei Descartes?
Nein. Sie können mit jedem Betrag beginnen, auch schon ab 1 Franken. Investiert wird allerdings erst ab 10 Franken. Das gilt für alle unsere Produkte, Säule 3a, Freizügigkeit und Invest.
Kann ich in die Säule 3a einzahlen, wenn ich arbeitslos bin?
Ja, aber nur mit ALV-Taggeldern, denn diese gelten als Ersatz für Ihr Erwerbseinkommen. Sobald Sie ausgesteuert werden, ist eine Einzahlung nicht mehr zulässig. Für den Höchstbetrag gilt eine Unterscheidung: Liegt Ihr ALV-Taggeld über 84,70 Franken pro Tag, dürfen Sie maximal 7'258 Franken einzahlen (Stand 2026). Liegt es darunter, sind es 20 Prozent Ihres Nettoeinkommens, wobei die Einzahlung nie höher sein darf als das tatsächlich erhaltene Taggeld.
Kann ich als quellensteuerpflichtige Person meine Einzahlungen in die Säule 3a abziehen?
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Wer mehr als 120'000 Franken brutto pro Jahr verdient, wird automatisch nachträglich ordentlich veranlagt: Sie bezahlen zunächst die Quellensteuer, durchlaufen im Nachhinein aber ein ordentliches Steuerverfahren, in dem Sie Abzüge wie Einzahlungen in die Säule 3a geltend machen können. Wer weniger als 120'000 Franken brutto verdient, wird nicht automatisch nachträglich veranlagt, kann sich diesem Verfahren aber freiwillig unterstellen. Mehr dazu in unserem Blog Säule-3a-Abzug bei Quellenbesteuerten.
Bis zu welchem Alter kann ich in die Säule 3a einzahlen?
Bis kurz vor Erreichen des Referenzalters. Wer über das ordentliche Rentenalter hinaus arbeitet, kann den Bezug um bis zu fünf Jahre hinausschieben und in dieser Zeit weiter einzahlen.
Sind nachträgliche Einzahlungen in die Säule 3a erlaubt?
Ja, seit 2026 erstmals, um Jahre auszugleichen, in denen Sie nicht das Maximum eingezahlt haben. Wie das genau funktioniert, lesen Sie in unserem Blog Säule 3a nachzahlen.
Muss ich meine Säule 3a in der Steuererklärung aufführen?
Nein. Das 3a-Guthaben muss nicht deklariert werden, ebenso wenig wie die daraus entstehenden Zinsen und Dividenden, denn beides ist steuerfrei.
Wann werden meine Einzahlungen angelegt bzw. meine Strategieänderungen ausgeführt?
Nach demselben Rhythmus wie bei einer Änderung von Anlagemodell oder Aktienquote, den wir bereits unter «Kann ich meine Aktienquote und das Anlagemodell im Nachhinein noch ändern?» erklärt haben: wöchentlich am Dienstag für Säule 3a und Freizügigkeit, zweimal wöchentlich am Dienstag und Donnerstag für Invest, mit Bestellschluss jeweils 17 Uhr am Vortag.
7.
Dokumente & Steuern
Wo finde ich meine Verträge, meine Bankauszüge und die Reglemente?
Alles im Kundenportal. Von dort können Sie die Unterlagen jederzeit herunterladen und ausdrucken.
Wo finde ich die 3a-Steuerbescheinigung für meine Steuererklärung?
Für die Säule 3a stellen wir Ihnen die jährliche Steuerbescheinigung jeweils Mitte Januar für das Vorjahr im Kundenportal bereit. Falls Sie ein Dokument einmal nicht finden, schreiben Sie uns einfach an info@descartes.swiss.
Wo finde ich den e-Steuerausweis für mein Invest-Konto?
Für Descartes Invest steht Ihnen der e-Steuerausweis etwas später zur Verfügung, spätestens Ende Februar, ebenfalls im Kundenportal. Auch hier gilt: Fehlt das Dokument einmal, schreiben Sie uns einfach an info@descartes.swiss.
8.
Bezug & Kontoauflösung
Gibt es eine Mindestlaufzeit bei der Säule 3a oder dem Freizügigkeitskonto?
Nein. Sie können Ihre Vorsorgelösung jederzeit ohne Kündigungsfrist auf eine andere Stiftung oder Pensionskasse übertragen.
Wann kann ich meine Säule 3a bei Descartes beziehen?
Ihr Säule-3a-Kapital ist bis fünf Jahre vor dem Referenzalter gebunden und kann ab diesem Zeitpunkt bezogen werden. Ein vorzeitiger Bezug ist nur in bestimmten Ausnahmefällen möglich, etwa zur Finanzierung von selbstgenutztem Wohneigentum, bei definitivem Wegzug aus der Schweiz, bei Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit, bei vollständiger Invalidität oder für einen Einkauf in eine Pensionskasse. Ein 3a-Konto oder -Depot muss dabei immer vollständig bezogen werden, Teilbezüge sind nicht möglich. Wenn Sie den Bezug über mehrere Steuerperioden staffeln möchten, verteilen Sie Ihre Einzahlungen deshalb am besten schon vorher auf mehrere 3a-Konten, damit diese später getrennt aufgelöst werden können.
Wann kann oder muss das Freizügigkeitskonto aufgelöst werden?
Frühestens fünf Jahre vor dem Referenzalter, spätestens fünf Jahre danach. Eine vorzeitige Auszahlung ist möglich, wenn das Vorsorgeguthaben in eine andere steuerbefreite Vorsorgeeinrichtung eingebracht wird, etwa bei einem Einkauf in eine Pensionskasse, beim Erwerb von dauernd selbstgenutztem Wohneigentum (siehe unsere Seite zur Wohneigentumsförderung), bei der Amortisation einer entsprechenden Hypothek, bei Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit, beim definitiven Wegzug ins Ausland (mit Einschränkungen bei EU- und EFTA-Staaten) oder beim Bezug einer vollen IV-Rente. Die passenden Formulare bestellen Sie unkompliziert über den Chat im Kundenportal oder per E-Mail an info@descartes.swiss, wir kümmern uns dann umgehend darum.
Kann ich die Wertschriften meines 3a-Depots auch nach Auflösung des Kontos behalten?
Ja. Sie können Ihr Säule-3a-Depot kostenlos in eine 3b-Anlagelösung bei der Lienhardt & Partner Privatbank Zürich AG umwandeln, wobei die Gebühren leicht höher liegen. Für den Transfer Ihrer Wertschriften melden Sie sich einfach unter info@descartes.swiss.
Kann ich die Anlagesumme von meinem Invest-Konto jederzeit reduzieren und mein Geld zurückfordern?
Ja, jederzeit. Passen Sie die Anlagesumme einfach im Kundenportal an. Reduzieren Sie sie, werden die entsprechenden Finanzinstrumente in der Regel innerhalb von drei Arbeitstagen veräussert.
Wann erhalte ich meine Gelder?
Bei einer Auszahlung oder Kontoschliessung erhalten Sie Ihr Geld, sobald alle Finanzinstrumente verkauft sind. Das dauert üblicherweise rund eine Woche, weil die meisten Wertpapiere im Portfolio eine Valuta von zwei Tagen haben.
Wer erbt meine Säule 3a?
Das entscheiden Sie selbst, denn die Begünstigungsordnung Ihrer Säule 3a können Sie jederzeit ändern, mit dem Formular «Änderung Begünstigungsordnung Säule 3a». Als Begünstigte kommen der überlebende Ehegatte oder die überlebende eingetragene Partnerin oder der überlebende eingetragene Partner infrage, ausserdem direkte Nachkommen, Personen, die von der verstorbenen Person massgeblich unterstützt wurden oder mit ihr in den letzten fünf Jahren bis zu ihrem Tod ununterbrochen zusammengelebt haben, sowie Personen, die für gemeinsame Kinder aufkommen müssen. Fehlen solche Personen, sind es der Reihe nach die Eltern, die Geschwister und schliesslich die übrigen Erben.
Was passiert im Todesfall mit meinem Freizügigkeitskonto?
Auch hier bestimmen Sie die Begünstigungsordnung selbst, mit dem Formular «Änderung Begünstigungsordnung Freizügigkeit». Der Kreis der möglichen Begünstigten ist derselbe wie bei der Säule 3a: an erster Stelle der überlebende Ehegatte oder die überlebende eingetragene Partnerin oder der überlebende eingetragene Partner, dann direkte Nachkommen sowie massgeblich unterstützte oder langjährig zusammenlebende Personen, danach die Eltern, die Geschwister und zuletzt die übrigen Erben.
Was passiert bei einer Scheidung mit meiner Säule 3a bzw. meinem Freizügigkeitskonto?
Ohne vereinbarte Gütertrennung werden alle während der Ehe angesparten Guthaben aus Freizügigkeit und Säule 3a zwischen den Ehepartnern aufgeteilt, egal ob das Geld auf einem 3a-Bankkonto liegt, in einem 3a-Fonds investiert ist oder Teil einer Versicherungspolice ist. Mehr dazu in unseren Blogartikeln Säule 3a bei Scheidung und Pensionskasse und Freizügigkeit bei Scheidung.
9.
Anlegen Ü55
Lohnt sich Anlegen auch ab 55 noch?
Ja, auch mit 55 oder später kann sich Anlegen weiterhin lohnen. Entscheidend ist nicht Ihr Alter allein, sondern wann Sie auf das investierte Vermögen angewiesen sind. Je länger Ihr Anlagehorizont, desto eher lassen sich kurzfristige Marktschwankungen aussitzen. Mehr dazu auf unserer Produktseite Anlegen ab 55.
Wie sollte ich mein Vermögen ab 55 anlegen?
Das hängt davon ab, wann Sie wie viel Geld benötigen. Was Sie in den nächsten Jahren brauchen, gehört eher risikoarm angelegt oder als Liquidität gehalten, Kapital mit längerem Anlagehorizont kann weiterhin investiert bleiben. Eine breite Diversifikation hilft dabei, Risiken zu verteilen. Gerade rund um die Pensionierung lohnt es sich, Anlage- und Entnahmestrategie gemeinsam zu betrachten, mehr dazu in unserem Blog Pensionierung planen mit der 4-Prozent-Regel.
Wie viel Risiko sollte ich ab 55 eingehen?
So viel, wie zu Ihrer persönlichen Situation passt. Entscheidend sind unter anderem Ihr Vermögen, Ihre laufenden Einnahmen und Ausgaben, Ihr Anlagehorizont sowie Ihre Risikofähigkeit und Risikobereitschaft. Je näher ein geplanter Kapitalbezug rückt, desto sorgfältiger sollte die Anlagestrategie darauf abgestimmt sein.
Wie viel Liquidität sollte ich ab 55 halten?
Genug, um laufende und absehbare grössere Ausgaben zu decken, ohne Anlagen zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen zu müssen. Mit Blick auf die Pensionierung gehört die Liquiditätsreserve in eine langfristige Finanz- und Entnahmeplanung. Wie Liquiditätsreserven und flexible Entnahmen zusammenspielen, erfahren Sie in unserem Blog Entnahmepläne: Flexibel vorsorgen im Alter.
Wie kann ich nach der Pensionierung regelmässig Geld aus meinem Anlageportfolio beziehen?
Mit einem Entnahmeplan, bei dem Sie Ihr investiertes Vermögen schrittweise beziehen: Regelmässig ausgezahlte Beträge, während der Rest weiter investiert bleibt. Wichtig ist, Bezugshöhe, Anlagehorizont und Anlagestrategie aufeinander abzustimmen. Mehr dazu in unserem Beitrag Entnahmeplan: Die flexible Alternative zur Leibrente oder im Artikel Pensionierung planen mit der 4-Prozent-Regel.
Wie kann ich mein Vermögen langfristig vor Inflation schützen?
Liegt Vermögen langfristig nur als Bargeld oder auf einem Konto, frisst Inflation still und leise an dessen Kaufkraft. Eine diversifizierte Anlagestrategie hilft, diese Kaufkraft über die Zeit besser zu erhalten, wobei Renditechancen und Risiken zu Ihrer persönlichen Situation passen sollten.
10.
Anlegen für Kinder
Auf wen lautet ein Kinderportfolio bei Descartes?
Das Konto beziehungsweise die Anlage für ein Kind lautet bei Descartes immer auf den Namen der Person, die es eröffnet. Bis zur Übertragung der Vermögenswerte an das Kind bleibt die schenkende Person verfügungsberechtigt und Eigentümerin oder Eigentümer der Anlage. Entsprechend muss auch diese Person die Gelder deklarieren und versteuern. Im Todesfall gehört das Guthaben zur Erbmasse. Mehr über Funktionsweise und Vorteile auf unserer Produktseite Anlegen für Kinder.
Was ist der Vorteil, wenn das Kinderkonto nicht auf den Namen des Kindes lautet?
Sie als schenkende Person behalten die volle Kontrolle. Sie bestimmen allein, welches Ziel mit der Anlage verfolgt wird, wie oft eingezahlt wird und welche Anlagestrategie zum Einsatz kommt, und Sie entscheiden auch, ob, wann und wofür das Kind später über die Anlage verfügen darf. Läuft das Konto dagegen auf den Namen des Kindes, verlieren Sie mit dessen Volljährigkeit dieses Verfügungsrecht und haben keinen Einfluss mehr darauf, was mit dem Vermögen geschieht.
Wer muss das Guthaben auf dem Descartes Kinderkonto in der Steuererklärung deklarieren?
Die schenkende Person, also Eltern, Grosseltern, Gotte oder Götti, da diese Eigentümerin oder Eigentümer der Vermögenswerte bleibt. Ein Kinderkonto unterscheidet sich technisch nicht von einem gewöhnlichen Invest-Konto, einzig der Name in der App kann individuell gewählt werden, zum Beispiel der Vorname des Kindes. Damit das Kind selbst Eigentümerin oder Eigentümer wird, muss die Investition auf ein Anlagekonto im Namen des inzwischen volljährigen Kindes übertragen werden. Erfolgt dies innerhalb von Descartes, ist der Transfer kostenlos. Je nach Kanton können dabei allerdings Schenkungssteuern anfallen.
Fallen beim Kinderkonto Schenkungssteuern an?
Das hängt vom Kanton ab. Schenkungen von Eltern und Grosseltern an Kinder beziehungsweise Enkelkinder sind steuerfrei. Bei Patenkindern gelten je nach Kanton unterschiedliche Freibeträge und Steuersätze, im Kanton Zürich zum Beispiel liegt der Freibetrag bei 15'000 Franken.
Fallen bei einem Übertrag des Anlagekontos ans Kind Gebühren an?
Nein. Wird innerhalb von Descartes ein neues Anlagekonto im Namen des volljährigen Kindes eröffnet und die bisher angesparte Anlagesumme dorthin überwiesen, entstehen weder für Sie noch für das Kind Gebühren. Die Transaktion dauert maximal eine Woche. Der Ablauf: Das volljährige Kind eröffnet bei Descartes ein Invest-Konto, anschliessend verkaufen Sie die bisherigen Anlagen und lassen den Erlös auf dieses neue Konto überweisen.
11.
Bitcoin & Minimum Risk
Warum setzt Descartes bei «Minimum Risk BTC» auf Bitcoin?
Wir sehen Bitcoin als strategische Ergänzung des Portfolios, ähnlich wie Gold, mit einem maximalen Anteil von 5 Prozent. Diese begrenzte Gewichtung lässt Sie am langfristigen Renditepotenzial von Bitcoin teilhaben, ohne dass die Kryptowährung das Portfolio dominiert. Bitcoin ist weder an Unternehmensgewinne noch direkt an Zinserträge gebunden und bietet ein hohes Renditepotenzial bei ebenso hoher Volatilität. Historisch zeigte Bitcoin über verschiedene Zeiträume teilweise eine niedrige Korrelation zu Aktien, wodurch eine begrenzte Beimischung zur Diversifikation beitragen kann. Diese Korrelation ist allerdings nicht konstant und verändert sich je nach Marktphase.
Welche Vorteile bringt eine Beimischung von Bitcoin ins Minimum-Risk-Portfolio?
Durch die Reduktion des Aktienrisikos verbessern wir die Rendite-Risiko-Balance und schaffen Spielraum für weitere Anlageklassen. Unsere Simulationen zeigen, dass schon ein kleiner Bitcoin-Anteil die Sharpe-Ratio des Portfolios verbessern kann: Eine hohe Sharpe Ratio bedeutet, dass im Verhältnis zum eingegangenen Risiko eine höhere Rendite erzielt wurde. In unserer Simulation reduzierte eine Beimischung von 5 Prozent Bitcoin das Risiko gegenüber dem MSCI World leicht und erhöhte die Rendite gleichzeitig um 1,3 Prozentpunkte, wobei es sich um ein historisches Simulationsergebnis handelt und nicht um eine Prognose für künftige Renditen. Mehr zu den Überlegungen dahinter in unserem Blogbeitrag Risikooptimierte Aktien und Bitcoin: ein perfektes Duo?
Warum beträgt der Bitcoin-Anteil maximal 5 Prozent?
Mit unserem Strategiepartner OLZ setzen wir auf ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Rendite. Der Bitcoin-Anteil wird je nach Risikoprofil individuell angepasst und liegt zwischen 1 und 5 Prozent, dies betrifft ausschliesslich Portfolios mit dem Anlagemodell «Minimum Risk». Diese geringe Gewichtung lässt Sie von den Chancen von Bitcoin profitieren, ohne das gesamte Portfolio übermässig zu belasten.
Wie schützt Descartes mein Minimum-Risk-Portfolio vor der hohen Volatilität von Bitcoin?
Indem Bitcoin bewusst nur in begrenztem Umfang beigemischt wird, damit sein Einfluss auf die Schwankungen des Gesamtportfolios klein bleibt. Der risikobasierte Ansatz unserer Minimum-Risk-Anlagen zielt darauf ab, Risiken breit zu verteilen und die Rendite-Risiko-Balance laufend zu optimieren. Zusätzlich überwachen wir die Marktentwicklung fortlaufend und überprüfen die Portfoliozusammensetzung regelmässig.
Was passiert, wenn Bitcoin stark an Wert verliert oder sogar wertlos wird?
Wegen der geringen Allokation von maximal 5 Prozent in unseren Minimum-Risk-Portfolios beeinflusst ein Wertverlust von Bitcoin das Gesamtportfolio nur minimal. Selbst in einem Extremszenario bleibt der Grossteil des Portfolios dank der Diversifikation in Aktien, Anleihen und weitere Anlageklassen stabil.
Kann ich bei Descartes investieren, ohne Bitcoin im Portfolio zu haben?
Ja, ganz einfach. Bitcoin ist nur Bestandteil der Anlagestrategie «Minimum Risk BTC». Die Strategien «Minimum Risk» von OLZ und «Passiv» von Swisscanto investieren nicht in Bitcoin, Sie entscheiden also selbst, ob Bitcoin in Ihrem Portfolio vorkommen soll.
Warum konzentriert sich Descartes nur auf Bitcoin und nicht auf andere Kryptowährungen?
Weil Bitcoin die bekannteste und am stärksten etablierte Kryptowährung ist, oft als «digitales Gold» bezeichnet, weil die maximale Menge im Protokoll auf 21 Millionen Bitcoin begrenzt ist. Knappheit allein ist allerdings noch keine Inflationsversicherung, und der Bitcoin-Preis kann stark schwanken. Andere Kryptowährungen unterscheiden sich teils erheblich in Verbreitung, Funktionsweise, Liquidität und Risiko.
Wie stellt Descartes sicher, dass Bitcoin langfristig eine sinnvolle Investition bleibt?
Wir verfolgen die Entwicklungen rund um Bitcoin genau und analysieren regelmässig seine fundamentalen Eigenschaften. Verändern sich die Voraussetzungen, die für eine Beimischung im Portfolio sprechen, wesentlich, passen wir die Portfoliozusammensetzung entsprechend an.
Warum kauft Descartes Bitcoin nicht direkt und verwahrt es für die Kunden?
Weil direkter Kauf und eigenständige Verwahrung von Bitcoin technisch anspruchsvoll sein können. Mit einem ETP können unsere Kundinnen und Kunden Bitcoin einfach über die bestehende Wertschrifteninfrastruktur ins Portfolio integrieren, ganz ohne sich um Wallets, Private Keys oder technische Verwahrung kümmern zu müssen.
Warum verwendet Descartes ein ETP und nicht die bekannten US-ETF?
Wir verzichten bewusst auf Anlageinstrumente mit US-ISIN, die je nach Ausgestaltung zusätzliche Fremdwährungstransaktionen und Kosten mit sich bringen können. Das von uns eingesetzte ETP wird in Schweizer Franken an der SIX Swiss Exchange gehandelt und lässt sich damit effizient in unsere bestehende Anlageinfrastruktur einbinden, eine überzeugende Alternative zu US-domizilierten Produkten.
Wird Bitcoin für illegale Aktivitäten genutzt?
Bitcoin-Transaktionen werden auf einer öffentlichen Blockchain aufgezeichnet und lassen sich grundsätzlich nachverfolgen, was Bitcoin von Bargeld unterscheidet und die Analyse verdächtiger Transaktionsströme erleichtert. Analysen zeigen, dass illegale Aktivitäten nur einen kleinen Anteil des gesamten Bitcoin- beziehungsweise Kryptotransaktionsvolumens ausmachen, die genaue Höhe hängt jedoch von Untersuchungsmethode, Zeitraum und Definition ab.
Bitcoin-Mining verbraucht viel Energie. Wie nachhaltig ist das?
Für das Mining benötigt Bitcoin tatsächlich erhebliche Mengen Energie. Dieser sogenannte Proof-of-Work-Mechanismus trägt zur Sicherheit des Netzwerks bei. Wie gross der ökologische Fussabdruck ausfällt, hängt unter anderem von der genutzten Energiequelle ab. Studien, etwa von KPMG, zeigen, dass Bitcoin-Mining teilweise erneuerbare oder überschüssige Energie nutzt und in bestimmten Fällen sogar zur Verwertung von Methan beitragen kann. Energieverbrauch und Umweltauswirkungen bleiben trotzdem ein wichtiger Aspekt bei der Beurteilung von Bitcoin.
12.
Chatbot «Cogito»
Was ist «Cogito», und welche Themen deckt er ab?
Cogito ist Ihr virtueller Finanzassistent von Descartes, mehr als ein gewöhnlicher Chatbot: ein intelligenter Begleiter für alle Fragen rund um Anlage, Vorsorge und Finanzplanung. Er hilft Ihnen, Klarheit in komplexen Finanzfragen zu gewinnen, individuelle Spar- und Anlageziele zu berechnen und die passende Anlagestrategie zu finden. Cogito deckt dabei ein breites Spektrum ab, von Vorsorgethemen wie Säule 3a, Freizügigkeit und Pensionskasse über Anlagethemen wie Anlagestrategien, ETF, Aktienmärkte und Risikomanagement bis hin zu allgemeinen Wirtschaftsfragen und verständlichen Erklärungen von Finanzbegriffen.
Warum heisst der Chatbot «Cogito»?
Der Name geht auf den berühmten Satz von René Descartes zurück: «Cogito, ergo sum», auf Deutsch «Ich denke, also bin ich». Cogito steht damit für intelligentes Finanzdenken und hilft Ihnen, einfach, effizient und zielgerichtet kluge Entscheidungen zu treffen.
Wie funktioniert «Cogito» technisch?
Cogito nutzt künstliche Intelligenz, um Ihre Fragen zu beantworten und Sie bei Finanzentscheidungen zu unterstützen, und kombiniert dabei Wissen aus offiziellen Schweizer Quellen mit den Produkten und Dienstleistungen von Descartes. Er analysiert Ihre Anfrage in Echtzeit, erkennt Schlüsselbegriffe zu Themen wie Vorsorge oder Anlagen und liefert präzise Antworten auf Basis aktueller Finanzdaten und unserer Angebote. Aus dem Chat heraus können Sie über einen Link auch direkt ein Konto eröffnen. Cogito steht Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung, ersetzt eine persönliche Beratung aber nicht.
Kann «Cogito» Fehler machen?
Ja. Wie jedes KI-basierte System kann Cogito Fehler machen oder unvollständige Informationen liefern. Prüfen Sie wichtige Angaben deshalb sicherheitshalber nach und wenden Sie sich im Zweifelsfall direkt an Descartes.
Kann ich mit einer Person sprechen, wenn «Cogito» mir nicht weiterhilft?
Ja, jederzeit. Buchen Sie sich einfach einen Termin über Calendly.
Was passiert mit meinen Daten, wenn ich mit «Cogito» chatte?
Cogito läuft auf der Plattform Chatbase. Ihre Fragen, die Antworten sowie technische Angaben wie IP-Adresse oder Logdateien werden auf den Servern von Chatbase gespeichert und verarbeitet. Chatbase gibt an, keine persönlichen Daten zu verkaufen und diese nur an Dienstleister weiterzugeben, die bei der Bereitstellung des Chatbots helfen. Ihren Chatverlauf können Sie jederzeit selbst löschen, danach ist er nicht mehr einsehbar. Weil die Unterhaltung über einen externen Anbieter läuft, teilen Sie im Chat besser keine sensiblen persönlichen Angaben. Details zu den Datenschutzpraktiken finden Sie direkt bei Chatbase.
Welche Firma steht hinter «Cogito»?
Cogito basiert auf der Plattform Chatbase von Chatbase, Inc., einem Anbieter für die Erstellung und den Betrieb von KI-basierten Chatbots für Unternehmen und deren Kundschaft.