Die Risikofähigkeit beschreibt die objektive Fähigkeit, finanzielle Verluste zu tragen, ohne dass dadurch die finanzielle Situation oder geplante Ausgaben wesentlich beeinträchtigt werden. Sie ist ein wichtiger Faktor bei der Wahl einer geeigneten Anlagestrategie.
Die Risikofähigkeit hängt insbesondere von der finanziellen Situation, dem Anlagehorizont, dem Einkommen, dem Vermögen, bestehenden Verpflichtungen und dem künftigen Liquiditätsbedarf ab. Ein langer Anlagehorizont und ausreichende finanzielle Reserven erhöhen in der Regel die Fähigkeit, zwischenzeitliche Wertschwankungen auszuhalten.
Von der Risikobereitschaft ist die Risikofähigkeit klar zu unterscheiden: Die Risikofähigkeit beschreibt, wie viel Risiko eine Person finanziell tragen kann. Die Risikobereitschaft beschreibt dagegen, wie viel Risiko sie persönlich eingehen möchte.
Für die Zusammenstellung eines Portfolios sollten beide Faktoren berücksichtigt werden. Eine hohe Risikobereitschaft allein rechtfertigt beispielsweise keine risikoreiche Anlagestrategie, wenn die finanzielle Risikofähigkeit gering ist.