Sparen in der Säule 3a lohnt sich mit einem Plan
Der Lohn hört irgendwann auf. Die Rechnungen sind weniger konsequent. Deshalb lohnt es sich, früh zu prüfen, welches Einkommen nach der Pensionierung zur Verfügung steht. Die Säule 3a kann helfen, eine Lücke zu verkleinern. Wie viel Sie dafür sparen sollten, verrät allerdings kein allgemeiner Prozentsatz.
Kurz zusammengefasst
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Eine Vorsorgelücke entsteht, wenn das erwartete Einkommen im Alter nicht zum geplanten Budget passt.
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Die Säule 3a ergänzt AHV und Pensionskasse. Einzahlungen sind innerhalb der gesetzlichen Grenzen steuerlich abzugsfähig.
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2026 beträgt der ordentliche Höchstbetrag mit Pensionskasse 7'258 Franken.
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Ein 3a-Konto und ein Wertschriftendepot erfüllen unterschiedliche Bedürfnisse. Entscheidend sind Anlagehorizont und Risikofähigkeit.
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Das Geld bleibt grundsätzlich für die Vorsorge gebunden. Eine frei verfügbare Reserve gehört deshalb ebenfalls zum Plan.
Erst die Lücke kennen, dann die Lösung wählen
AHV und Pensionskasse bilden das Fundament der Altersvorsorge. Ob ihre Leistungen für Ihren Alltag reichen, hängt unter anderem von Erwerbsverlauf, versichertem Lohn, Pensionierungszeitpunkt und Ausgaben ab. Teilzeitarbeit oder Erwerbsunterbrüche können die Leistungen beeinflussen. Eine Lücke ist aber kein Naturgesetz.
Vergleichen Sie eine aktuelle AHV-Rentenvorausberechnung und die erwarteten Pensionskassenleistungen mit Ihrem Budget für die Pensionierung. Berücksichtigen Sie auch Steuern, Wohnkosten und andere Einkünfte. Die 13. AHV-Altersrente gehört ab 2026 ebenfalls in die Rechnung.
Fehlen beispielsweise monatlich 500 Franken, ergibt das einen jährlichen Bedarf von 6'000 Franken. Wie viel Kapital dafür nötig ist, hängt von der Bezugsdauer, der Inflation und den tatsächlich erzielten Renditen ab. Eine einfache Hochrechnung ersetzt noch keinen Entnahmeplan.
Was die Säule 3a beiträgt
Mit der gebundenen Vorsorge sparen Sie gezielt fürs Alter und können zulässige Einzahlungen vom steuerbaren Einkommen abziehen. Wie gross die Steuerersparnis ausfällt, hängt von Ihrer Situation ab. Bei der Auszahlung fällt eine separate Kapitalleistungssteuer an. Steuerbegünstigt bedeutet nicht steuerfrei.
Voraussetzung ist grundsätzlich ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen. Mit Pensionskasse können Sie 2026 ordentlich bis zu 7'258 Franken einzahlen. Ohne Pensionskasse sind es bis zu 20 Prozent des massgebenden Erwerbseinkommens, höchstens 36'288 Franken. Die Regeln zur Säule 3a beim Bundesamt für Sozialversicherungen erläutern auch die Bezugsmöglichkeiten und Nachzahlungen.
3a-Konto oder Wertschriftendepot?
Ein Konto kann sinnvoll sein, wenn Sie wenig Wertschwankungen möchten oder der Bezug näher rückt. Liegt der Zins unter der Inflation, verliert das Guthaben allerdings an Kaufkraft. Bei einem Wertschriftendepot stehen höheren Renditechancen Kursschwankungen und Verlustrisiken gegenüber.
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Merkmal |
3a-Konto |
3a-Wertschriftendepot |
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Ertragsquelle |
Kontozins |
Kursentwicklung und Erträge der Anlagen |
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Wertentwicklung |
Keine börsenbedingten Kursschwankungen des Kontoguthabens |
Schwankungen und Verluste möglich |
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Wichtige Abwägung |
Zins im Verhältnis zur Inflation |
Anlagehorizont, Risiko und Gesamtkosten |
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Verfügbarkeit |
Gesetzlich beschränkt |
Gesetzlich beschränkt |
Je höher der Aktienanteil, desto stärker kann die Volatilität ausfallen. Wählen Sie eine Strategie, deren Rückschläge Sie finanziell und persönlich tragen können. Ein langer Anlagehorizont schafft Spielraum, garantiert aber keinen Gewinn.
Regelmässigkeit schlägt den Dezember-Endspurt
Ein Dauerauftrag macht aus einem guten Vorsatz eine Routine. Der Betrag sollte zum Budget passen. Wer für eine unerwartete Rechnung das Sparkonto plündern muss, hat wenig davon, dass im 3a-Depot alles schön langfristig geplant ist.
Bleiben Erträge angelegt, können sie ihrerseits Erträge erwirtschaften. Unser Blog zum Zinseszinseffekt erklärt diesen Mechanismus. Gebühren schmälern das Ergebnis. Vergleichen Sie deshalb die Gesamtkosten und überprüfen Sie die Strategie, wenn sich Lebenssituation oder Bezugszeitpunkt ändern.
Mit dem Rechner für die Säule 3a bei Descartes können Sie verschiedene Spar- und Anlageszenarien durchspielen. Die Ergebnisse sind Modellrechnungen, keine versprochenen Auszahlungen.
Häufige Fragen
Muss ich jedes Jahr den Maximalbetrag einzahlen?
Nein. Bei einer flexiblen Bank- oder Wertschriftenlösung können Sie auch kleinere Beträge einzahlen. Bei Versicherungslösungen sind die vertraglichen Prämienpflichten zu beachten.
Kann ich verpasste Einzahlungen nachholen?
Seit 2026 sind unter Voraussetzungen Nachzahlungen für Lücken ab 2025 möglich, längstens zehn Jahre rückwirkend. Dazu gehören die Beitragsberechtigung in beiden Jahren und der vollständig geleistete ordentliche Jahresbeitrag im Einkaufsjahr. Zusätzlich gilt eine jährliche Einkaufsgrenze.
Kann ich mein Geld jederzeit beziehen?
Nein. Der ordentliche Altersbezug ist frühestens fünf Jahre vor dem AHV-Referenzalter möglich. Vorzeitige Bezüge sind nur in gesetzlich vorgesehenen Fällen erlaubt, etwa für selbst genutztes Wohneigentum.
Disclaimer: Dieser Blog dient der allgemeinen Information, Stand Oktober 2026. Er ersetzt keine individuelle Anlage-, Vorsorge-, Steuer- oder Rechtsberatung. Steuerfolgen und Bezugsmöglichkeiten hängen von den persönlichen Verhältnissen und den geltenden Vorschriften ab. Wertschriftenanlagen können an Wert verlieren. Vergangene Renditen und Modellrechnungen sind keine verlässlichen Hinweise auf künftige Ergebnisse. Massgebend sind die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen sowie die Produkt- und Vertragsunterlagen. Trotz sorgfältiger Bearbeitung wird keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernommen.