Welche Anlagestrategie soll ich wählen?

Descartes bietet ihren Kundinnen und Kunden drei Anlagestrategien an: eine Indexstrategie, eine Minimum-Risk-Strategie sowie eine Bitcoin-Barbell-Strategie. Welche davon am besten geeignet ist, hängt von den individuellen Zielen und Präferenzen ab – wir geben Ihnen hier eine klare Orientierung.

Allen Ansätzen liegt dieselbe Grundidee zugrunde: die Reduktion des sogenannten Managerrisikos. Die Portfolios werden nicht durch diskretionäre Entscheidungen gesteuert, sondern basieren auf systematischen, regelbasierten Prozessen. Dadurch sind unsere Kundinnen und Kunden weniger von subjektiven Einschätzungen einzelner Fondsmanager abhängig.

Trotz dieser gemeinsamen Basis unterscheiden sich die Strategien in entscheidenden Nuancen. Diese zu verstehen, ist zentral, um eine Anlagelösung zu wählen, die optimal zu Ihrem Risikoprofil, Ihrem Anlagehorizont und Ihrer Markterwartung passt.

Wie unterscheiden sich unsere drei Anlagestrategien? 

1. Index

Das Index-Portfolio ist eine passive Anlagestrategie. Die Wertentwicklung eines Marktindexes, zum Beispiel des Schweizer Aktienindexes SPI, wird nachgebildet. Die Indexierung ermöglicht die Anlage ohne aktives Management. Es handelt sich somit um eine relativ kostengünstige und einfache Anlagemöglichkeit, die jedoch ein geringeres Risikomanagement bietet. John Bogle, der Gründer der The Vanguard Group, sagt dazu: 

«Don't look for the needle in the haystack. Just buy the haystack!»

Diese Strategie ist eignet sich:

  • für Investor:innen, die mehr Wert auf Einfachheit als auf Komplexität und aktives Management legen.

  • für alle, die kostengünstig in eine breite Palette von Aktien investieren wollen. 

  • für diejenigen, die an die Hypothese des effizienten Marktes glauben, die besagt, dass es schwierig ist, den Markt langfristig zu übertreffen.

 

Vergleich Index, Minimum Risk und Bitcoin (Ertrag/Risiko)

2. Minimum Risk

Minimum Risk hingegen wählt regelbasiert Aktien aus, die untereinander eine geringe Korrelation aufweisen. Dadurch wird das Gesamtrisiko des Portfolios systematisch reduziert und der Gesamtwert schwankt weniger. Obwohl diese Anlagestrategie ein gewisses Mass an Portfoliomanagement beinhaltet, wird sie im Allgemeinen als passives Investieren betrachtet, da sies nicht das gleiche Mass an aktiver Entscheidungsfindung und Marktanalyse erfordert wie traditionelle aktive Strategien.

Bogle sagt über solche Strategien, dass sie in Haussephasen nicht immer besser abschneiden, aber in Baissephasen einen entscheidenden Schutz bieten.

Diese Strategie eignet sich:

  • für risikoscheue Investor:innen, denen Stabilität wichtiger ist als hohe Erträge.

  • zur Absicherung gegen extreme Marktereignisse, die zu hohen Verlusten an den Finanzmärkten führen.

  • für langfristig orientierte Investor:innen, die eine stabile Rendite anstreben.

3. Bitcoin

Die Barbell-Strategie mit Bitcoin-Komponente kombiniert eine Minimum-Risk-Strategie mit einer asymmetrischen Diversifikationskomponente in Bitcoin. Ziel ist es, die hohen Renditechancen von Bitcoin zu nutzen, ohne das Gesamtportfolio übermässig volatil zu machen.

Die Bitcoin-Barbell-Strategie bietet mehrere Vorteile, insbesondere durch die Kombination von Sicherheit und asymmetrischem Wachstumspotenzial. Die Mischung aus stabilen Anlagen und einer kleinen Bitcoin-Position ermöglicht überdurchschnittliche Renditen bei begrenztem Risiko. Darüber hinaus weist Bitcoin über lange Zeiträume eine geringe Korrelation zu traditionellen Märkten auf, was das Portfolio widerstandsfähiger gegenüber Marktschwankungen macht.

Diese Strategie eignet sich:

  • Langfristig orientierte Investor:innen, die Stabilität suchen und gleichzeitig an der digitalen Transformation partizipieren wollen.

  • Vermögende Anleger:innen, die ein hohes Sicherheitsniveau mit gezieltem Wachstumspotenzial verbinden möchten.

  • Pensionierte oder risikoaverse Investor:innen, die von Bitcoin profitieren möchten, ohne extreme Schwankungen im Gesamtportfolio zu riskieren.

Kurz gesagt

Insgesamt hängt die Wahl zwischen Indexierung, Minimum-Risk-Strategie und Bitcoin-Ansatz von den individuellen Zielen und der persönlichen Risikotoleranz ab.

Jeder der drei Ansätze ist für sich genommen effizient und folgt einer klar definierten Logik. In der Praxis kann es jedoch sinnvoll sein, diese Strategien gezielt zu kombinieren, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Stabilität, Marktexponierung und Renditepotenzial zu erreichen.

Eine solche Allokation ermöglicht es, das Portfolio präzise auf den eigenen Anlagehorizont und die gewünschte Risikostruktur auszurichten.