100 Prozent Aktien: Wann ist eine hohe Aktienquote sinnvoll?

100 Prozent Aktien klingt nach einer einfachen Strategie. Das gesamte investierte Vermögen liegt in Aktien, statt einen Teil beispielsweise in Anleihen oder Liquidität zu halten.

Einfach bedeutet allerdings nicht automatisch passend.

Eine hohe Aktienquote bietet langfristig höhere Renditechancen. Gleichzeitig müssen Anlegerinnen und Anleger stärkere Kursschwankungen und erhebliche zwischenzeitliche Verluste aushalten können.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:

Sind 100 Prozent Aktien gut oder schlecht?

Sondern:

Kann ich das damit verbundene Risiko finanziell und emotional tragen und bleibt mein Geld lange genug investiert?

Genau darum geht es bei der Wahl der Aktienquote.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Aktienquote von 100 Prozent bedeutet, dass das investierte Portfolio vollständig oder nahezu vollständig Aktienrisiken ausgesetzt ist.

  • Eine hohe Aktienquote bietet langfristig höhere Renditechancen, geht aber mit stärkeren Wertschwankungen und Verlustrisiken einher.

  • Ein langer Anlagehorizont allein reicht nicht. Entscheidend sind zusätzlich Risikofähigkeit und Risikobereitschaft.

  • Geld, das in wenigen Jahren sicher benötigt wird, sollte nicht automatisch zu 100 Prozent in Aktien investiert sein.

  • 100 Prozent Aktien bedeutet nicht 100 Prozent Risiko in einem einzelnen Unternehmen. Ein Aktienportfolio kann über Länder, Branchen und Unternehmen breit diversifiziert sein.

  • Eine hohe Aktienquote kann bei Säule 3a, freiem Vermögen und je nach Rahmenbedingungen unterschiedlich beurteilt werden.

  • Die passende Aktienquote ist nicht zwingend für das ganze Leben dieselbe.

Was bedeutet eine Aktienquote von 100 Prozent?

Die Aktienquote beschreibt, welcher Anteil eines Anlageportfolios in Aktien investiert ist.

Bei einer Aktienquote von 100 Prozent besteht der investierte Teil des Portfolios vollständig oder nahezu vollständig aus Aktienanlagen.

Das bedeutet nicht, dass das gesamte persönliche Vermögen in Aktien stecken muss.

Eine Person kann beispielsweise eine ausreichende Liquiditätsreserve auf einem Bankkonto halten und gleichzeitig ihr langfristiges Anlageportfolio mit einer Aktienquote von 100 Prozent führen.

Diese Unterscheidung ist wichtig.

Die Aktienquote eines Portfolios ist nicht dasselbe wie die Aktienquote des gesamten Vermögens.

Warum können Aktien langfristig interessant sein?

Aktien sind Beteiligungen an Unternehmen.

Wer breit in Aktien investiert, beteiligt sich damit an der wirtschaftlichen Entwicklung vieler Unternehmen und kann langfristig von deren Gewinnen und Wertentwicklung profitieren.

Dafür gibt es keine Garantie.

Aktienkurse schwanken. Börsen können über längere Zeit fallen und einzelne Unternehmen können dauerhaft an Wert verlieren.

Für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger können Aktien trotzdem eine wichtige Rolle beim Vermögensaufbau spielen, weil sie höhere langfristige Renditechancen bieten als viele defensivere Anlageformen.

Der Preis dafür ist das Risiko.

Wer höhere Renditechancen möchte, muss grundsätzlich bereit und in der Lage sein, stärkere Schwankungen auszuhalten.

Wann können 100 Prozent Aktien sinnvoll sein?

Eine hohe Aktienquote kann grundsätzlich eher infrage kommen, wenn mehrere Voraussetzungen gleichzeitig erfüllt sind.

Sie haben einen langen Anlagehorizont, benötigen das investierte Kapital nicht für absehbare Ausgaben, verfügen über genügend Liquiditätsreserven und können auch grössere zwischenzeitliche Verluste finanziell verkraften.

Ebenso wichtig ist die psychologische Seite.

Eine Aktienquote von 100 Prozent hilft wenig, wenn Sie nach einem starken Börsenrückgang nervös werden und die Strategie abbrechen.

Eine gute Aktienquote ist deshalb nicht diejenige mit der höchsten erwarteten Rendite.

Es ist diejenige, die zu Ihrer Situation passt und die Sie auch in schwierigen Marktphasen durchhalten können.

Wie Anlagehorizont, Risikofähigkeit und Risikobereitschaft zusammenspielen, erklären wir ausführlicher im Blog «Welche Anlagestrategie passt zu mir?».

Warum ist der Anlagehorizont so wichtig?

Der Anlagehorizont beschreibt, wie lange Ihr Geld investiert bleiben kann, bevor Sie darauf angewiesen sind.

Je länger dieser Zeitraum ist, desto mehr Zeit besteht grundsätzlich, zwischenzeitliche Börsenverluste auszusitzen.

Ein Beispiel.

Sie möchten in zwei Jahren 100'000 Franken als Eigenkapital für ein Haus verwenden. Dieses Geld vollständig in Aktien zu investieren, kann problematisch sein. Fallen die Märkte kurz vor dem Hauskauf deutlich, bleibt möglicherweise keine Zeit für eine Erholung.

Liegt die geplante Verwendung des Geldes dagegen Jahrzehnte in der Zukunft, sieht die Situation anders aus.

Ein langer Anlagehorizont macht Aktienrisiken nicht unschädlich. Er schafft aber mehr zeitlichen Spielraum, um Marktschwankungen auszuhalten.

Risikofähigkeit und Risikobereitschaft sind nicht dasselbe

Dieser Unterschied wird häufig unterschätzt.

Die Risikofähigkeit beschreibt, wie viel finanzielles Risiko Sie objektiv tragen können.

Dabei spielen beispielsweise Einkommen, Vermögen, Verpflichtungen, Liquiditätsreserven und Anlagehorizont eine Rolle.

Die Risikobereitschaft beschreibt dagegen, wie viel Risiko Sie persönlich eingehen möchten.

Sie können finanziell problemlos einen deutlichen Börsenrückgang verkraften und sich trotzdem mit einer Aktienquote von 100 Prozent unwohl fühlen.

Umgekehrt können Sie sehr risikofreudig sein, obwohl Ihre finanzielle Situation grosse Verluste kaum zulässt.

Für eine passende Aktienquote müssen beide Seiten stimmen.

Wie stark kann ein Aktienportfolio fallen?

Deutlich stärker, als es sich während guter Börsenjahre anfühlt.

Auch ein breit diversifiziertes Aktienportfolio kann in schweren Marktphasen erhebliche Verluste erleiden.

Genau deshalb sollte eine Aktienquote von 100 Prozent nicht danach gewählt werden, wie angenehm sie sich während steigender Märkte anfühlt.

Die wichtigere Frage lautet:

Was mache ich, wenn mein Portfolio deutlich im Minus liegt?

Wenn die Antwort lautet «verkaufen», war die Aktienquote möglicherweise von Anfang an zu hoch.

Eine passende Strategie sollte nicht nur in guten Börsenjahren funktionieren.

Sind 100 Prozent Aktien automatisch spekulativ?

Nein. Aber auch nicht automatisch vernünftig.

Entscheidend ist, wie investiert wird.

Ein Portfolio aus wenigen einzelnen Aktien kann erhebliche Unternehmens- und Konzentrationsrisiken enthalten.

Ein breit diversifiziertes Aktienportfolio verteilt das Kapital dagegen auf viele Unternehmen, Branchen und Regionen.

Beide Portfolios können formal eine Aktienquote von 100 Prozent haben und trotzdem völlig unterschiedliche Risiken aufweisen.

Eine hohe Aktienquote und eine gute Diversifikation sind deshalb zwei unterschiedliche Fragen.

Diversifikation kann unnötige Konzentrationsrisiken reduzieren. Das allgemeine Aktienmarktrisiko verschwindet dadurch aber nicht.

Auch ein breit diversifiziertes Aktienportfolio kann bei einem globalen Börsenrückgang deutlich an Wert verlieren.

100 Prozent Aktien bedeutet nicht 100 Prozent des Vermögens

Dieser Punkt ist besonders wichtig.

Angenommen, Sie besitzen:

  • 50'000 Franken als Liquiditätsreserve

  • 150'000 Franken in einem Wertschriftendepot

  • zusätzlich Vorsorgevermögen in der Pensionskasse

Wenn das Wertschriftendepot zu 100 Prozent in Aktien investiert ist, bedeutet das nicht, dass Ihr gesamtes Vermögen zu 100 Prozent aus Aktien besteht.

Für die Beurteilung Ihrer Risikofähigkeit sollte deshalb nicht nur ein einzelnes Depot betrachtet werden.

Relevant ist Ihre gesamte finanzielle Situation.

Welche Rolle spielt die Liquiditätsreserve?

Eine hohe Aktienquote funktioniert deutlich besser, wenn Sie nicht gezwungen sind, Aktien zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu verkaufen.

Deshalb gehört eine ausreichende Liquiditätsreserve zur Anlageplanung.

Geld für laufende Ausgaben, Steuern, grössere geplante Anschaffungen oder unerwartete Ereignisse sollte nicht automatisch demselben Risiko ausgesetzt sein wie langfristiges Anlagevermögen.

Wer genügend Liquidität ausserhalb des Aktienportfolios hält, kann Börsenrückgänge eher aussitzen.

Wer dagegen bei jeder grösseren Ausgabe Wertschriften verkaufen muss, ist stärker vom aktuellen Börsenkurs abhängig.

Sind 100 Prozent Aktien in der Säule 3a sinnvoll?

Gerade bei der Säule 3a kann der Anlagehorizont sehr lang sein.

Wer mit 30 Jahren Vorsorgekapital investiert, hat möglicherweise mehrere Jahrzehnte bis zum Bezug.

Das kann für eine hohe Aktienquote sprechen.

Es bedeutet aber nicht automatisch, dass jede 30-jährige Person zu 100 Prozent in Aktien investieren sollte.

Risikofähigkeit und Risikobereitschaft bleiben entscheidend.

Ebenso wichtig ist die Frage, wann das 3a-Kapital später tatsächlich benötigt wird.

Wer mehr über Konto und Wertschriftenlösung, Einzahlungen, Bezug und weitere 3a-Fragen wissen möchte, findet die Grundlagen in unserem umfassenden 3a-FAQ.

Die spezifische Frage, warum Wertschriften bei einem langen 3a-Anlagehorizont interessant sein können, behandeln wir zudem im Blog über Aktienanlagen in der Säule 3a.

100 Prozent Aktien bei der Freizügigkeit?

Auch bei der Freizügigkeit kann eine hohe Aktienquote sinnvoll sein. Entscheidend ist auch hier, wie lange das Vorsorgeguthaben voraussichtlich investiert bleibt.

Wer beispielsweise nach einem Stellenwechsel oder einer beruflichen Auszeit noch viele Jahre bis zur Pensionierung vor sich hat, verfügt möglicherweise über einen langen Anlagehorizont. Das kann für eine höhere Aktienquote sprechen. Je näher der geplante Bezug rückt, desto wichtiger wird jedoch die Frage, wie viel Risiko das Portfolio noch tragen soll.

Sollte ich kurz vor der Pensionierung die Aktienquote reduzieren?

Nicht automatisch.

Das Alter allein bestimmt nicht die passende Aktienquote.

Viel wichtiger ist, wann Sie welches Kapital tatsächlich benötigen.

Wer mit 65 pensioniert wird, braucht normalerweise nicht am ersten Tag der Pensionierung sein gesamtes Vermögen.

Ein Teil kann für kurzfristige Ausgaben vorgesehen sein. Ein anderer Teil kann möglicherweise noch zehn, 20 oder mehr Jahre investiert bleiben.

Deshalb sollte die Aktienquote nicht einfach aufgrund eines Geburtstags reduziert werden.

Entscheidend ist die Entnahmeplanung.

Je näher ein geplanter Kapitalbedarf rückt, desto wichtiger wird die Frage, ob Sie einen starken Börsenrückgang unmittelbar vor diesem Zeitpunkt verkraften könnten.

Was ist das Sequence-of-Returns-Risiko?

Besonders rund um die Pensionierung spielt die Reihenfolge der Renditen eine wichtige Rolle.

Starke Verluste sind problematischer, wenn gleichzeitig regelmässig Kapital aus dem Portfolio entnommen wird.

Warum?

Nach einem Kursverlust müssen möglicherweise mehr Wertschriften verkauft werden, um denselben Frankenbetrag zu finanzieren. Dieses Kapital kann bei einer späteren Markterholung nicht mehr mitarbeiten.

Das bedeutet nicht, dass Aktien nach der Pensionierung grundsätzlich vermieden werden sollten.

Es bedeutet, dass Liquidität, Aktienquote und geplante Entnahmen aufeinander abgestimmt werden sollten.

Kann ich meine Aktienquote später ändern?

Ja.

Eine Anlagestrategie ist kein Tattoo.

Ihre finanzielle Situation verändert sich. Einkommen, Vermögen, Familie, Wohneigentum, Pensionierung und geplante Ausgaben können dazu führen, dass eine früher passende Aktienquote später nicht mehr passt.

Wichtig ist allerdings, zwischen einer strategischen Anpassung und einer emotionalen Reaktion auf die Börse zu unterscheiden.

Eine tiefere Aktienquote kann sinnvoll sein, weil Sie das Geld bald benötigen.

Sie nur deshalb zu reduzieren, weil die Börse gerade gefallen ist, ist etwas anderes.

Strategische Anpassungen sollten aufgrund Ihrer persönlichen Situation erfolgen und nicht aufgrund kurzfristiger Marktprognosen.

Sind 80 Prozent Aktien vernünftiger als 100 Prozent?

Nicht automatisch.

Eine tiefere Aktienquote reduziert grundsätzlich das Aktienmarktrisiko. Dafür sinkt in der Regel auch das langfristige Renditepotenzial.

Ob 20, 40, 60, 80 oder 100 Prozent Aktien passend sind, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab.

Bei Descartes werden Risikofähigkeit und Risikobereitschaft deshalb gemeinsam beurteilt. Auf dieser Basis wird ein Anlageprofil ermittelt.

Die Frage sollte also nicht lauten:

Welche Aktienquote ist allgemein die beste?

Sondern:

Welche Aktienquote passt zu meinem Anlageziel und meinem Risikoprofil?

Aktienquote und Anlagemodell sind zwei verschiedene Entscheidungen

Eine Aktienquote von 100 Prozent sagt noch nicht, wie die Aktien ausgewählt und gewichtet werden.

Das Anlagemodell beschreibt, wie investiert wird.

Die Aktienquote beschreibt, wie viel des Portfolios Aktienrisiken ausgesetzt ist.

Bei Descartes können beispielsweise unterschiedliche Anlagemodelle mit verschiedenen Aktienquoten kombiniert werden.

Die Unterschiede zwischen den Ansätzen erklären wir im Blog «Welche Anlagestrategie passt zu mir?».

Welche Fehler sollte ich bei einer hohen Aktienquote vermeiden?

Der erste Fehler ist, die Aktienquote nur anhand vergangener Renditen auszuwählen.

Nach mehreren guten Börsenjahren wirken 100 Prozent Aktien schnell attraktiv. Nach einem Crash plötzlich nicht mehr.

Genau dieses Verhalten sollte eine langfristige Strategie vermeiden.

Der zweite Fehler ist eine fehlende Liquiditätsreserve. Wer unerwartet Geld benötigt und deshalb während eines Börsenrückgangs verkaufen muss, verliert die Möglichkeit, auf eine Erholung zu warten.

Der dritte Fehler ist mangelnde Diversifikation. 100 Prozent Aktien sind nicht dasselbe wie 100 Prozent in fünf Lieblingsaktien.

Und der vierte Fehler ist, Risikobereitschaft mit Risikofähigkeit zu verwechseln.

Mut ersetzt keine finanzielle Tragbarkeit.

Wie finde ich meine passende Aktienquote?

Beginnen Sie nicht bei der Rendite.

Beginnen Sie bei Ihrem Finanzplan.

Wann benötigen Sie das Geld? Welche Ausgaben sind bereits absehbar? Wie gross ist Ihre Liquiditätsreserve? Welche anderen Vermögenswerte besitzen Sie? Wie sicher ist Ihr Einkommen? Welche Verluste könnten Sie finanziell verkraften? Und wie würden Sie reagieren, wenn Ihr Portfolio deutlich an Wert verliert?

Aus diesen Fragen ergibt sich ein deutlich besseres Bild als aus Ihrem Alter allein.

Bei Descartes wird das Risiko- und Anlageprofil anhand von Risikofähigkeit und Risikobereitschaft ermittelt. Die verfügbaren Profile reichen je nach Produkt und persönlichem Risikoprofil von 20 bis 100 Prozent Aktien.

Mehr zu den verschiedenen Möglichkeiten finden Sie bei Descartes Invest und der Säule 3a von Descartes.

Fazit: 100 Prozent Aktien sind weder mutig noch verrückt

Eine Aktienquote von 100 Prozent ist kein Qualitätsmerkmal.

Sie ist eine Anlageentscheidung.

Für Anlegerinnen und Anleger mit langem Anlagehorizont, hoher Risikofähigkeit, ausreichender Liquidität und entsprechender Risikobereitschaft kann eine sehr hohe Aktienquote sinnvoll sein.

Für andere kann sie deutlich zu hoch sein.

Entscheidend ist deshalb nicht, möglichst viele Aktien zu besitzen.

Entscheidend ist, eine Aktienquote zu wählen, die zu Ihrem Finanzplan passt und die Sie auch dann durchhalten können, wenn die Börse gerade keinen Spass macht.

Häufige Fragen zu 100 Prozent Aktien

Sind 100 Prozent Aktien zu riskant?

Das hängt von der persönlichen Situation ab. Eine Aktienquote von 100 Prozent bringt hohe Marktrisiken und starke Wertschwankungen mit sich. Ob diese Risiken tragbar sind, hängt insbesondere von Anlagehorizont, Risikofähigkeit, Liquidität und Risikobereitschaft ab.

Wie lange sollte der Anlagehorizont für 100 Prozent Aktien sein?

Es gibt keine fixe Jahreszahl, die eine Aktienquote von 100 Prozent automatisch sinnvoll macht. Grundsätzlich schafft ein längerer Anlagehorizont mehr Zeit, zwischenzeitliche Verluste auszusitzen. Zusätzlich müssen aber die finanzielle Situation und die persönliche Risikobereitschaft passen.

Sind 100 Prozent Aktien in der Säule 3a sinnvoll?

Eine hohe Aktienquote kann bei einem langen 3a-Anlagehorizont interessant sein. Sie ist aber nicht für jede Person geeignet. Risikofähigkeit, Risikobereitschaft und der geplante Zeitpunkt des Bezugs bleiben entscheidend.

Muss ich mit 60 meine Aktienquote reduzieren?

Nicht allein aufgrund des Alters. Entscheidend ist, wann Sie das investierte Kapital benötigen und wie Ihre gesamte finanzielle Situation aussieht.

Was ist besser, 80 oder 100 Prozent Aktien?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. 100 Prozent Aktien bieten grundsätzlich höhere Renditechancen, aber auch stärkere Schwankungen und Verlustrisiken. Die passende Quote hängt vom persönlichen Risikoprofil ab.

Sind 100 Prozent Aktien ausreichend diversifiziert?

Die Aktienquote sagt nichts über die Diversifikation innerhalb des Aktienportfolios aus. Ein Portfolio kann zu 100 Prozent aus Aktien bestehen und trotzdem über viele Unternehmen, Branchen und Länder breit diversifiziert sein.

Kann ich meine Aktienquote später ändern?

Ja. Eine Anpassung kann sinnvoll sein, wenn sich Anlagehorizont, finanzielle Situation, Liquiditätsbedarf oder Risikobereitschaft verändern. Kurzfristige Marktbewegungen allein sind dagegen kein Finanzplan.

Dieser Blog dient der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Anlage-, Steuer-, Rechts- oder Vorsorgeberatung dar. Anlagen in Wertschriften sind mit Risiken verbunden. Kurse können schwanken und Verluste sind möglich. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Welche Aktienquote geeignet ist, hängt von Ihrer persönlichen finanziellen Situation, Ihrem Anlagehorizont sowie Ihrer Risikofähigkeit und Risikobereitschaft ab.

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