New Economy

Als New Economy werden Wirtschaftsbereiche und Geschäftsmodelle bezeichnet, die stark durch Digitalisierung, Technologie und Wissen geprägt sind. Dazu zählen beispielsweise Software, E-Commerce, Cloud Computing, digitale Plattformen, künstliche Intelligenz und Teile der Biotechnologie.

Viele Unternehmen der New Economy unterscheiden sich von klassischen Industrieunternehmen durch vergleichsweise geringe physische Vermögenswerte und eine hohe Bedeutung von Software, Daten, Netzwerkeffekten oder geistigem Eigentum. Digitale Geschäftsmodelle lassen sich zudem teilweise skalieren, ohne dass die Kosten im gleichen Verhältnis wie der Umsatz steigen.

Bekannt wurde der Begriff während des Internetbooms der 1990er-Jahre. Damals entstand zeitweise die Vorstellung, für digitale Unternehmen würden traditionelle Bewertungsmassstäbe kaum noch gelten. Das Platzen der Dotcom-Blase lieferte eine ziemlich teure Erinnerung daran, dass auch die digitale Wirtschaft den Gesetzen von Umsatz, Kosten und Kapital unterliegt.

Für Anlegerinnen und Anleger kann die New Economy attraktive Wachstumschancen bieten. Hohe Erwartungen können allerdings auch zu hohen Bewertungen führen. Technologie verändert Geschäftsmodelle – sie schafft die Mathematik der Unternehmensbewertung nicht ab.

Das Gegenstück zur New Economy ist die Old Economy.

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