Pump and Dump (P&D) bezeichnet eine Form der Marktmanipulation, bei der der Preis eines Wertpapiers zunächst künstlich nach oben getrieben wird, um die eigene Position anschliessend zu einem höheren Preis zu verkaufen.
Beim sogenannten «Pump» versuchen die beteiligten Personen, zusätzliche Nachfrage nach dem Wertpapier zu erzeugen. Dazu können beispielsweise irreführende oder falsche Informationen, aggressive Kaufempfehlungen oder gezielt erzeugte Aufmerksamkeit eingesetzt werden. Besonders anfällig können wenig liquide Wertpapiere sein, deren Kurse sich bereits durch vergleichsweise geringe Handelsvolumen stark bewegen können.
Steigt der Kurs aufgrund der zusätzlichen Nachfrage, verkaufen die Initiatoren ihre zuvor erworbenen Positionen. Dieser Vorgang wird als «Dump» bezeichnet. Fällt die künstlich erzeugte Nachfrage danach weg, kann der Kurs stark einbrechen. Anlegerinnen und Anleger, die erst zu den erhöhten Preisen eingestiegen sind, können dadurch erhebliche Verluste erleiden.
Pump-and-Dump-Systeme können über unterschiedliche Kommunikationskanäle verbreitet werden, beispielsweise über soziale Medien, Online-Foren, Newsletter oder andere Plattformen. Die zunehmende Aufmerksamkeit für eine Anlage ist jedoch für sich allein noch kein Beleg für eine Marktmanipulation.
Pump and Dump ist von einer normalen spekulativen Kursbewegung zu unterscheiden. Entscheidend ist die gezielte Manipulation des Marktes beziehungsweise die Verbreitung falscher oder irreführender Informationen mit dem Ziel, von der dadurch beeinflussten Kursentwicklung zu profitieren.