Quiet Luxury bezeichnet einen Konsumtrend, bei dem Luxus bewusst zurückhaltend gezeigt wird. Statt auffälliger Logos und sichtbarer Statussymbole stehen hochwertige Materialien, gute Verarbeitung und zeitloses Design im Vordergrund. Teuer darf es sein, danach aussehen muss es nicht.
Bekannt wurde der Begriff insbesondere als Gegenbewegung zu demonstrativem Luxus. Ein hochwertiger Mantel ohne sichtbares Markenlogo kann beispielsweise für Quiet Luxury stehen. Entscheidend ist weniger, dass andere den Preis erkennen, sondern dass Qualität und Langlebigkeit im Mittelpunkt stehen.
Aus finanzieller Sicht ist allerdings ein anderer Gegentrend mindestens ebenso interessant. Beim Loud Budgeting wird nicht der diskrete Konsum zum Statussymbol, sondern der bewusste Umgang mit dem eigenen Budget. Statt eine teure Verabredung oder Anschaffung aus sozialem Druck mitzumachen, wird offen kommuniziert, dass sie nicht zu den eigenen finanziellen Prioritäten passt.
Quiet Luxury sagt damit vereinfacht: Man muss Wohlstand nicht zeigen. Loud Budgeting geht einen Schritt weiter und sagt: Man muss auch nicht so tun, als könne oder wolle man sich jeden Konsum leisten.
Wie insbesondere die Generation Z diesen Gedanken aufgreift und weshalb offene Gespräche über Sparen und finanzielle Prioritäten populärer werden, erklären wir im Blog Loud Budgeting: Warum Gen Z das Sparen neu definiert.
Am Ende haben Quiet Luxury und Loud Budgeting mehr gemeinsam, als ihre Namen vermuten lassen. Bei beiden geht es weniger darum, anderen etwas zu beweisen. Für das eigene Vermögen ist die lautere Variante allerdings häufig die günstigere.