Sozialismus

Der Sozialismus ist eine wirtschaftspolitische Denkschule, die auf staatliche oder kollektive Kontrolle wesentlicher Produktionsmittel und wirtschaftlicher Ressourcen setzt, mit dem Ziel einer gerechteren Verteilung von Vermögen, Einkommen und wirtschaftlichen Chancen. Im Unterschied zum Marxismus, der primär eine theoretische Gesellschaftsanalyse liefert, beschreibt der Sozialismus konkrete wirtschaftspolitische Organisationsformen, von weitreichender Verstaatlichung bis zu gemischten Wirtschaftssystemen mit starker sozialer Umverteilung.

Zentrale Instrumente sozialistischer Wirtschaftspolitik sind progressive Besteuerung, öffentliche Bereitstellung von Grundleistungen wie Bildung und Gesundheit sowie staatliche Eingriffe in Preis- und Lohnbildung. Reinformen des Sozialismus mit vollständiger staatlicher Planwirtschaft sind heute selten; verbreiteter sind Mischformen, die marktwirtschaftliche Elemente mit ausgeprägten Sozial- und Umverteilungssystemen kombinieren, wie sie sich etwa in nord- und mitteleuropäischen Wohlfahrtsstaaten finden.

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