Staking

Staking bezeichnet das Hinterlegen von Kryptowährungen in einem Blockchain-Netzwerk, das mit dem Proof-of-Stake-Verfahren arbeitet. Wer Kryptowährungen dafür zur Verfügung stellt, kann im Gegenzug sogenannte Staking Rewards erhalten.

Beim Proof of Stake werden Transaktionen nicht durch energieintensives Mining bestätigt. Stattdessen übernehmen sogenannte Validatoren diese Aufgabe. Sie hinterlegen Kryptowährungen als Einsatz und können für die Validierung neuer Transaktionen beziehungsweise Blöcke belohnt werden.

Wer keinen eigenen Validator betreiben möchte, kann je nach Netzwerk über einen Staking Pool oder einen spezialisierten Anbieter teilnehmen. Dabei werden die Kryptowährungen mehrerer Teilnehmerinnen und Teilnehmer gebündelt und die erzielten Rewards anteilig verteilt. Für diesen Service können Gebühren anfallen.

Die Staking-Rendite sollte allerdings nicht mit einem Zins auf einem Sparkonto verwechselt werden. Zwar erhalten Anlegerinnen und Anleger zusätzliche Einheiten einer Kryptowährung, deren Marktwert kann gleichzeitig aber stark fallen. Eine Staking-Rendite von beispielsweise 5 Prozent hilft wenig, wenn der Kurs der Kryptowährung im gleichen Zeitraum um 30 Prozent sinkt.

Hinzu kommen weitere Risiken. Je nach Blockchain können gestakte Kryptowährungen zeitweise nicht frei verfügbar sein. Bei der Nutzung externer Anbieter entstehen zusätzliche Gegenparteirisiken. Manche Netzwerke sehen zudem Strafen vor, wenn Validatoren gegen die Regeln des Netzwerks verstossen. Dieser Mechanismus wird als Slashing bezeichnet.

Staking kann damit Erträge auf bestehende Kryptobestände ermöglichen. Die Rewards sind aber keine risikofreie Verzinsung und sollten immer zusammen mit Kurs-, Netzwerk- und Gegenparteirisiken betrachtet werden.

Staking kann mehr Kryptowährungen ins Wallet bringen. Ob diese danach auch mehr wert sind, entscheidet weiterhin der Markt.

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