Altersquotient

Der Altersquotient beschreibt das Verhältnis zwischen der Bevölkerung im Rentenalter und der Bevölkerung im Erwerbsalter. Er zeigt vereinfacht, wie viele ältere Menschen einer potenziell erwerbstätigen Bevölkerung gegenüberstehen.

Ein steigender Altersquotient bedeutet, dass auf die Bevölkerung im Erwerbsalter zunehmend mehr Menschen im Rentenalter kommen. Gründe dafür sind insbesondere eine steigende Lebenserwartung und Veränderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung.

Für die Schweiz ist diese Entwicklung vor allem für die Altersvorsorge relevant. Die AHV basiert weitgehend auf einem Umlageverfahren: Die laufenden Beiträge der Erwerbstätigen und Arbeitgeber finanzieren einen wesentlichen Teil der laufenden Renten. Verschiebt sich das Verhältnis zwischen Erwerbs- und Rentenalter, erhöht dies den finanziellen Druck auf das Vorsorgesystem.

Der Altersquotient ist deshalb eine wichtige demografische Kennzahl für die langfristige Finanzierung der Altersvorsorge. Er sagt jedoch für sich allein noch nichts über die finanzielle Situation des Vorsorgesystems aus, da beispielsweise Erwerbsquote, Löhne, Beitragssätze und weitere Finanzierungsquellen ebenfalls eine Rolle spielen.

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