Die DuPont-Analyse ist eine Methode, mit der die Eigenkapitalrendite eines Unternehmens in ihre wichtigsten Bestandteile zerlegt wird. Statt nur das Ergebnis zu betrachten, zeigt sie, wodurch eine hohe oder tiefe Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital entsteht.
Ausgangspunkt ist der Return on Equity, kurz RoE. Die DuPont-Analyse zerlegt diese Kennzahl in drei Faktoren.
Eigenkapitalrendite = Gewinnmarge × Kapitalumschlag × Eigenkapitalmultiplikator
Die Gewinnmarge zeigt, wie viel Gewinn ein Unternehmen mit seinem Umsatz erzielt. Der Kapitalumschlag gibt Aufschluss darüber, wie effizient die vorhandenen Vermögenswerte zur Erwirtschaftung von Umsatz eingesetzt werden. Der Eigenkapitalmultiplikator zeigt schliesslich, in welchem Verhältnis das gesamte Vermögen zum Eigenkapital steht und damit auch, welche Rolle die Finanzierung spielt.
Diese Zerlegung ist für Anlegerinnen und Anleger interessant, weil zwei Unternehmen dieselbe Eigenkapitalrendite auf sehr unterschiedliche Weise erreichen können. Ein Unternehmen kann besonders profitabel arbeiten, ein anderes sein Kapital effizienter einsetzen. Ein drittes erreicht einen hohen RoE möglicherweise vor allem durch eine stärkere Verschuldung.
Die DuPont-Analyse wird deshalb häufig im Rahmen der Fundamentalanalyse eingesetzt. Sie hilft dabei, nicht nur zu beurteilen, wie hoch die Eigenkapitalrendite ist, sondern auch, woher sie kommt.