FOMO

FOMO steht für «Fear of Missing Out» und bezeichnet die Angst, eine attraktive Gelegenheit oder Entwicklung zu verpassen. An den Finanzmärkten kann FOMO dazu führen, dass Anlageentscheidungen vor allem aufgrund stark steigender Kurse oder des Verhaltens anderer Marktteilnehmender getroffen werden.

Ein typisches Beispiel ist der Kauf einer Aktie, nachdem ihr Kurs bereits stark gestiegen ist und öffentlich viel über die erzielten Gewinne berichtet wird. Die Entscheidung wird dabei weniger von der eigenen Analyse oder Anlagestrategie bestimmt als von der Befürchtung, weitere Kursgewinne zu verpassen.

FOMO kann insbesondere in Phasen starker Kursanstiege und hoher medialer Aufmerksamkeit auftreten. Wenn viele Personen gleichzeitig aus ähnlichen Motiven investieren, kann dies bestehende Markttrends zusätzlich verstärken.

FOMO bedeutet jedoch nicht, dass eine Anlage nach einem starken Kursanstieg automatisch ungeeignet oder überbewertet ist. Entscheidend ist vielmehr, warum eine Anlage gekauft wird und ob sie weiterhin zur eigenen Anlagestrategie, zum Anlagehorizont und zum Risikoprofil passt.

FOMO ist ein Beispiel für psychologische Einflüsse auf Anlageentscheidungen und wird im Rahmen der Behavioral Finance untersucht. Ein verwandtes Phänomen ist das Herdenverhalten, bei dem sich Entscheidungen stark am Verhalten anderer Marktteilnehmender orientieren.

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