Inflation bezeichnet einen anhaltenden Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Dadurch verliert Geld an Kaufkraft: Für den gleichen Betrag können mit der Zeit weniger Güter und Dienstleistungen gekauft werden.
Beträgt die Inflation beispielsweise zwei Prozent pro Jahr, bedeutet dies vereinfacht, dass ein Warenkorb, der heute 1'000 Franken kostet, ein Jahr später rund 1'020 Franken kostet.
Inflation kann unterschiedliche Ursachen haben. Sie kann beispielsweise entstehen, wenn die Nachfrage stärker wächst als das verfügbare Angebot, Produktionskosten steigen oder sich die Preise importierter Güter erhöhen.
In der Schweiz wird die Entwicklung des Preisniveaus unter anderem anhand des Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) gemessen. Die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank spielt eine wichtige Rolle bei der Wahrung der Preisstabilität.
Für Anlegerinnen und Anleger ist Inflation besonders relevant, weil nicht nur die nominale, sondern vor allem die reale Rendite zählt. Erzielt eine Anlage beispielsweise drei Prozent Rendite bei einer Inflation von zwei Prozent, beträgt der reale Wertzuwachs vereinfacht nur rund ein Prozent.
Über längere Zeiträume kann selbst eine moderate Inflation die Kaufkraft erheblich reduzieren. Deshalb spielt der Schutz der Kaufkraft beim langfristigen Vermögensaufbau und in der Altersvorsorge eine wichtige Rolle.
Kurz gesagt: Inflation macht Geld nicht weniger – aber das, was man dafür kaufen kann.