Der Liberalismus ist eine wirtschaftspolitische und philosophische Denkschule, die auf dem Prinzip individueller Freiheit, privaten Eigentums und der Selbstregulierung freier Märkte basiert. Zentrale Vertreter wie Adam Smith gingen davon aus, dass ein durch Angebot und Nachfrage gesteuerter Markt, die «unsichtbare Hand», langfristig zu einer effizienten Verteilung von Ressourcen führt.
Wirtschaftsliberale Ansätze plädieren für eine möglichst geringe staatliche Einflussnahme auf unternehmerische Entscheidungen, niedrige Regulierungsdichte und den Schutz von Eigentums- und Vertragsrechten als Grundlage wirtschaftlichen Wohlstands. Der Staat soll sich in dieser Sichtweise vor allem auf die Bereitstellung von Rahmenbedingungen beschränken, etwa Rechtssicherheit, Wettbewerbsschutz und die Durchsetzung von Verträgen, statt selbst wirtschaftlich zu lenken.
In der Schweiz prägt der Liberalismus traditionell wirtschaftspolitische Debatten, etwa zur Regulierungsdichte im Finanzsektor oder zur Ausgestaltung der Altersvorsorge.