Managementgebühr

Die Managementgebühr ist die Vergütung, die Anlegerinnen und Anleger für die laufende Verwaltung eines Fonds oder einer anderen Anlagelösung bezahlen. Sie wird in der Regel als jährlicher Prozentsatz des verwalteten Vermögens angegeben und direkt dem Anlagevermögen belastet.

Beträgt die Managementgebühr beispielsweise 0,50 Prozent pro Jahr und sind 100'000 Franken investiert, entsprechen dies rechnerisch 500 Franken pro Jahr. Da die Gebühr üblicherweise direkt im Fondsvermögen berücksichtigt wird, erscheint sie nicht unbedingt als separate Rechnung. Die Kosten wirken sich trotzdem auf die Rendite aus.

Wichtig ist die Abgrenzung zur TER. Die Managementgebühr deckt primär die eigentliche Verwaltung der Anlage ab. Die TER umfasst darüber hinaus weitere laufende Kosten eines Fonds. Auch die TER bildet jedoch nicht zwingend sämtliche Kosten ab, die beim Investieren entstehen können.

Wie stark Gebühren langfristig ins Gewicht fallen, wird häufig unterschätzt. Nicht wegen einer einzelnen Rechnung, sondern wegen des Zinseszinseffekts. Jeder Franken, der für Gebühren verwendet wird, kann nicht mehr investiert bleiben und zukünftige Rendite erwirtschaften.

Bei der Wahl einer Anlagelösung lohnt es sich deshalb, nicht nur auf die erwartete Rendite zu schauen. Entscheidend ist, was nach Kosten übrig bleibt. Gebühren wirken schliesslich auch dann, wenn die Märkte gerade nichts tun.

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