Market Timing

Market Timing bezeichnet den Versuch, durch gezielte Ein- und Ausstiegszeitpunkte von erwarteten Marktbewegungen zu profitieren. Die Idee klingt einleuchtend. Kaufen, bevor die Kurse steigen. Verkaufen, bevor sie fallen.

Schwierig wird es bei der Umsetzung. Anlegerinnen und Anleger müssen nicht nur eine bevorstehende Marktbewegung richtig einschätzen, sondern auch den richtigen Zeitpunkt für den Ausstieg und später für den Wiedereinstieg finden. Eine richtige Prognose allein reicht damit häufig nicht.

Market Timing kann auf unterschiedlichen Informationen basieren. Dazu gehören makroökonomische Daten, Bewertungen, technische Indikatoren oder die Stimmung an den Finanzmärkten. Das Problem ist, dass viele dieser Informationen bereits in den Kursen verarbeitet sind und kurzfristige Marktbewegungen kaum zuverlässig vorhergesagt werden können.

Für langfristige Anlegerinnen und Anleger kann häufiges Ein- und Aussteigen deshalb zum Risiko werden. Wer während einer starken Erholungsphase nicht investiert ist, kann wichtige Börsentage verpassen. Hinzu kommen mögliche Transaktionskosten und emotionale Anlageentscheidungen.

In unserem Blog 5 Investment-Mythen im Faktencheck zeigen wir anhand des Schweizer Aktienmarkts, wie stark sich das Verpassen weniger guter Börsentage langfristig auf das Anlageergebnis auswirken kann.

Market Timing sucht den richtigen Moment. Langfristiges Investieren gibt dem Kapital dagegen möglichst viele Momente. An der Börse ist Zeit häufig verlässlicher als Timing.

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