Die Payout Ratio, auf Deutsch Ausschüttungsquote, zeigt, welcher Anteil des Unternehmensgewinns an die Aktionärinnen und Aktionäre ausgeschüttet wird. Sie ist insbesondere bei der Beurteilung von Dividendenaktien relevant.
Vereinfacht wird sie so berechnet:
Payout Ratio = ausgeschüttete Dividenden ÷ Jahresgewinn × 100
Erzielt ein Unternehmen beispielsweise einen Gewinn von 100 Millionen Franken und schüttet davon 40 Millionen Franken als Dividende aus, beträgt die Payout Ratio 40 Prozent. Die übrigen 60 Prozent verbleiben grundsätzlich im Unternehmen und können etwa für Investitionen, Übernahmen oder den Abbau von Schulden eingesetzt werden.
Eine hohe Ausschüttungsquote ist nicht automatisch gut. Werden dauerhaft fast sämtliche Gewinne ausgeschüttet, bleibt weniger Kapital für Investitionen und zukünftiges Wachstum. Eine sehr tiefe Payout Ratio ist umgekehrt nicht automatisch schlecht. Wachstumsunternehmen können Gewinne sinnvoller im eigenen Geschäft reinvestieren, als sie auszuschütten.
Auch die Entwicklung über mehrere Jahre ist wichtig. Steigt die Dividende schneller als der Gewinn, erhöht sich die Payout Ratio. Das kann langfristig die Frage aufwerfen, wie nachhaltig die Ausschüttung ist.
Die Payout Ratio zeigt damit nicht, ob eine Aktie attraktiv ist. Sie beantwortet eine konkretere Frage: Wie viel vom erwirtschafteten Gewinn gibt das Unternehmen an seine Aktionärinnen und Aktionäre weiter?
Eine hohe Dividende macht Freude. Interessant ist allerdings auch, wie viel Gewinn dafür aus dem Unternehmen hinausfliesst.