Die PEG-Ratio setzt die Bewertung einer Aktie ins Verhältnis zum erwarteten Gewinnwachstum. PEG steht für Price/Earnings to Growth. Die Kennzahl erweitert damit das Kurs-Gewinn-Verhältnis um eine Wachstumskomponente.
Vereinfacht gilt:
PEG-Ratio = KGV Ă· erwartetes Gewinnwachstum in Prozent
Hat eine Aktie beispielsweise ein KGV von 20 und wird ein jährliches Gewinnwachstum von 10 Prozent erwartet, beträgt die PEG-Ratio 2. Bei einem erwarteten Wachstum von 20 Prozent würde sie 1 betragen.
Die Idee dahinter ist plausibel. Ein hohes KGV kann bei einem stark wachsenden Unternehmen anders beurteilt werden als bei einem Unternehmen mit stagnierenden Gewinnen. Die PEG-Ratio versucht deshalb, Bewertung und erwartetes Wachstum gemeinsam zu betrachten.
Häufig wird ein PEG von ungefähr 1 als Orientierung verwendet. Werte darunter werden teilweise als günstig und Werte darüber als teuer interpretiert. Diese Faustregel sollte allerdings nicht mit einer objektiven Bewertung verwechselt werden. Das erwartete Gewinnwachstum ist eine Schätzung und kann sich als falsch erweisen. Zudem berücksichtigt die Kennzahl Unterschiede bei Verschuldung, Profitabilität, Geschäftsrisiken oder Kapitalkosten nur unzureichend.
Grundlage des KGV und damit indirekt auch der PEG-Ratio ist der Earnings per Share, also der Gewinn je Aktie.
Weitere Bewertungs- und Risikokennzahlen erklären wir im Blog Geldanlage bewerten: die wichtigsten Kennzahlen.
Die PEG-Ratio ergänzt das KGV um Wachstum. Leider ergänzt sie die Wachstumsprognose nicht um eine Garantie.