Der Purchasing Managers’ Index (PMI), auf Deutsch Einkaufsmanagerindex, ist ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Er basiert auf regelmässigen Befragungen von Einkaufsmanagerinnen und Einkaufsmanagern in Unternehmen.
Gefragt wird unter anderem nach Auftragseingängen, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbeständen. Weil Einkaufsentscheidungen häufig getroffen werden, bevor sich Veränderungen in offiziellen Wirtschaftsdaten zeigen, kann der PMI früh Hinweise darauf liefern, ob sich die Konjunktur beschleunigt oder abschwächt.
Besonders wichtig ist die Marke von 50 Punkten. Ein PMI über 50 signalisiert grundsätzlich eine Ausweitung der wirtschaftlichen Aktivität gegenüber dem Vormonat, ein Wert unter 50 eine Abschwächung. Je weiter der Index von 50 entfernt liegt, desto stärker ist das entsprechende Signal.
Dabei ist Vorsicht mit der Interpretation angebracht: Ein Rückgang des PMI von 58 auf 53 bedeutet beispielsweise nicht, dass die Wirtschaft schrumpft. Die Aktivität nimmt gemäss Umfrage weiterhin zu – nur weniger dynamisch als zuvor.
PMIs werden insbesondere für die Industrie und den Dienstleistungssektor veröffentlicht. Für Anlegerinnen und Anleger können sie Hinweise auf die Entwicklung von Konjunktur, Unternehmensgewinnen, Inflation und Geldpolitik liefern. Entsprechend aufmerksam reagieren die Finanzmärkte häufig auf überraschende PMI-Daten.
Der PMI kann anzeigen, wohin sich die Wirtschaft bewegt. Wie bei jedem FrĂĽhindikator ist er dabei eher Kompass als Navigationssystem.