Währungsunion

Eine Währungsunion entsteht, wenn mehrere Länder eine gemeinsame Währung verwenden und ihre Geldpolitik gemeinsam organisieren. Das bekannteste Beispiel ist die Europäische Währungsunion mit dem Euro.

Mit einer gemeinsamen Währung verschwinden Wechselkurse zwischen den beteiligten Ländern. Unternehmen und Konsumentinnen und Konsumenten müssen innerhalb der Währungsunion keine Währungen mehr umtauschen und tragen bei grenzüberschreitenden Geschäften kein entsprechendes Wechselkursrisiko. Auch Preise lassen sich leichter miteinander vergleichen.

Gleichzeitig geben die einzelnen Länder einen wichtigen Teil ihrer wirtschaftspolitischen Selbstständigkeit ab. Sie können ihre eigene Währung nicht mehr auf- oder abwerten und verfolgen keine vollständig unabhängige Geldpolitik. In der Eurozone übernimmt diese Aufgabe beispielsweise die Europäische Zentralbank.

Das kann insbesondere dann anspruchsvoll werden, wenn sich die Volkswirtschaften einer Währungsunion unterschiedlich entwickeln. Ein Land könnte tiefere Zinsen benötigen, während für ein anderes höhere Zinsen angemessen wären. Eine gemeinsame Geldpolitik kann solche unterschiedlichen Bedürfnisse nur begrenzt berücksichtigen.

Welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten, damit eine gemeinsame Währung langfristig funktioniert, untersucht die Theorie des optimalen Währungsraums. Dabei spielen unter anderem Arbeitskräftemobilität, flexible Preise und Löhne sowie wirtschaftliche Ausgleichsmechanismen eine Rolle.

Eine gemeinsame Währung beseitigt Wechselkurse zwischen Ländern. Unterschiedliche wirtschaftliche Bedürfnisse verschwinden damit allerdings noch lange nicht.

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