Der WGBI, kurz für FTSE World Government Bond Index, ist ein internationaler Anleihenindex. Er bildet Staatsanleihen verschiedener Länder und Währungen ab und dient als Benchmark für den globalen Markt liquider Staatsanleihen.
Damit ein Land beziehungsweise seine Anleihen in den Index aufgenommen werden, müssen bestimmte Anforderungen erfüllt sein. Dazu gehören unter anderem Kriterien bezüglich Marktgrösse, Kreditwürdigkeit und Zugänglichkeit des jeweiligen Anleihenmarktes.
Die einzelnen Länder werden nicht gleich stark gewichtet. Ihre Bedeutung im Index hängt unter anderem vom Volumen der ausstehenden und für den Index qualifizierten Staatsanleihen ab. Entsprechend können grosse Anleihenmärkte einen erheblichen Anteil des WGBI ausmachen.
Für Anlegerinnen und Anleger ist der WGBI vor allem als Benchmark relevant. Fonds und andere Anlageprodukte mit globalen Staatsanleihen können ihre Performance und ihre Portfoliozusammensetzung mit dem Index vergleichen.
Da der WGBI Anleihen in verschiedenen Währungen umfasst, spielt für Schweizer Anlegerinnen und Anleger neben dem Zinsrisiko auch das Währungsrisiko eine Rolle. Veränderungen von Wechselkursen können die Rendite in Schweizer Franken entsprechend beeinflussen.
Der WGBI zeigt damit, wie sich ein breiter Korb internationaler Staatsanleihen entwickelt. Auch bei vermeintlich langweiligen Staatsanleihen steckt also ziemlich viel Weltwirtschaft in einem einzigen Index.