OPEC

Die OPEC (Organization of the Petroleum Exporting Countries) ist ein Zusammenschluss erdölexportierender Staaten. Die Organisation wurde 1960 gegründet und hat ihren Sitz in Wien.

Zu ihren wichtigsten Zielen gehört es, die Erdölpolitik ihrer Mitgliedstaaten zu koordinieren und zu einer Stabilisierung des internationalen Ölmarkts beizutragen. Dabei spielen insbesondere die Fördermengen eine wichtige Rolle: Produzieren grosse Ölexporteure mehr oder weniger Erdöl, kann sich dies auf das weltweite Angebot und damit auf den Ölpreis auswirken.

Die OPEC entscheidet allerdings nicht allein über den Ölpreis. Dieser wird auch von der globalen Nachfrage, geopolitischen Entwicklungen, Lagerbeständen, Fördermengen ausserhalb der OPEC und den Erwartungen der Marktteilnehmer beeinflusst.

Zusätzlichen Einfluss hat die sogenannte OPEC+. Zu dieser erweiterten Gruppe gehören neben den OPEC-Mitgliedern weitere bedeutende Erdölproduzenten wie Russland.

FĂĽr Anlegerinnen und Anleger ist die OPEC vor allem deshalb relevant, weil starke Veränderungen des Ă–lpreises weit ĂĽber den Energiesektor hinausreichen können. Höhere Energiepreise können Produktions- und Transportkosten erhöhen und damit auch die Inflation beeinflussen. Umgekehrt können stark fallende Ă–lpreise Energieproduzenten und ölexportierende Volkswirtschaften unter Druck setzen.

Die OPEC kann das Ă–langebot beeinflussen. Den Ă–lpreis kontrollieren kann sie nicht. DafĂĽr hat der Weltmarkt zu viele Mitspieler.

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