Schwellenländeraktien

Schwellenländeraktien sind Aktien von Unternehmen aus sogenannten Schwellenländern, auf Englisch Emerging Markets. Dazu zählen Volkswirtschaften, deren Kapitalmärkte und wirtschaftliche Strukturen weiter entwickelt sind als jene vieler Frontier Markets, die aber noch nicht den etablierten Industrieländern zugerechnet werden.

Welche Länder als Schwellenländer gelten, ist nicht weltweit einheitlich definiert. Indexanbieter können einzelne Märkte unterschiedlich klassifizieren. Entscheidend ist deshalb, welche Definition der jeweilige FondsETF oder Index verwendet.

Schwellenländer können aufgrund ihrer wirtschaftlichen Entwicklung, wachsenden Mittelschichten und zunehmenden Bedeutung für die Weltwirtschaft langfristige Wachstumschancen bieten. Eine stark wachsende Volkswirtschaft bedeutet allerdings nicht automatisch stark steigende Aktienkurse. Unternehmensgewinne, Bewertungen und der bezahlte Preis bleiben entscheidend.

Gleichzeitig können Schwellenländeraktien besonderen Risiken ausgesetzt sein. Dazu gehören politische und regulatorische Unsicherheit, geringere Liquidität, stärkere Kursschwankungen sowie Währungsrisiken. Auch die Qualität der Unternehmensführung und der Schutz von Minderheitsaktionären können sich von Markt zu Markt deutlich unterscheiden.

In einem globalen Portfolio können Schwellenländeraktien zur Diversifikation beitragen. Wie gross ihr Anteil sein sollte, hängt unter anderem von der Anlagestrategie, dem Anlagehorizont und der Risikobereitschaft ab.

Emerging Markets können schneller wachsen als entwickelte Volkswirtschaften. Für die Rendite zählt aber nicht nur, wie schnell eine Wirtschaft wächst – sondern wie viel von diesem Wachstum am Ende bei den Aktionären ankommt.

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