Ein Buchgewinn entsteht, wenn der aktuelle Wert einer Anlage ĂĽber ihrem ursprĂĽnglichen Kaufpreis liegt, der Gewinn aber noch nicht durch einen Verkauf realisiert wurde. Man spricht deshalb auch von einem nicht realisierten Gewinn.
Wurde eine Aktie beispielsweise für 100 Franken gekauft und steht ihr Kurs später bei 130 Franken, beträgt der Buchgewinn 30 Franken pro Aktie. Solange die Position nicht verkauft wird, bleibt dieser Gewinn zunächst auf dem Papier.
Erst beim Verkauf wird aus dem Buchgewinn ein realisierter Gewinn. Bis dahin kann sich der Marktwert weiter verändern – nach oben wie nach unten. Ein vorhandener Buchgewinn kann deshalb wieder kleiner werden oder vollständig verschwinden.
Für die Beurteilung eines Portfolios sind Buchgewinne trotzdem relevant, weil Wertschriften grundsätzlich zu ihrem aktuellen Marktwert betrachtet werden. Sie zeigen, wie sich eine Anlage seit dem Kauf entwickelt hat.
Das Gegenteil ist der Buchverlust: Dabei liegt der aktuelle Wert einer Anlage unter ihrem Kaufpreis.