Market-Maker

Ein Market-Maker sorgt dafür, dass Wertpapiere an der Börse möglichst jederzeit gekauft und verkauft werden können. Dafür stellt er laufend Kauf- und Verkaufspreise und ist bereit, zu diesen Preisen selbst als Käufer oder Verkäufer aufzutreten.

Die beiden Preise werden als Bid und Ask bezeichnet. Die Differenz dazwischen ist der Spread. Kauft eine Anlegerin oder ein Anleger ein Wertpapier und verkauft es unmittelbar wieder, macht sich diese Differenz als indirekte Handelskosten bemerkbar.

Market-Maker spielen deshalb eine wichtige Rolle für die Liquidität eines Marktes. Je mehr Handel stattfindet und je einfacher sich Käuferinnen und Verkäufer finden, desto enger sind die Spreads in der Regel. Bei wenig gehandelten Wertpapieren können sie dagegen deutlich grösser ausfallen.

Besonders wichtig ist Market-Making bei ETFs, Optionen und anderen börsengehandelten Produkten. Market-Maker übernehmen dabei allerdings ein Risiko. Zwischen Kauf und Weiterverkauf können sich Kurse verändern. Der Spread dient unter anderem dazu, dieses Risiko und die Kosten des Handels abzudecken.

Market-Maker machen Märkte also nicht kostenlos. Sie machen sie handelbar. Und das ist an der Börse ein ziemlich wichtiger Unterschied.

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