Liquidität

Liquidität beschreibt, wie schnell und zu welchen Kosten ein Vermögenswert in Geld umgewandelt werden kann. An der Börse gilt ein Wertpapier als liquide, wenn es sich rasch kaufen oder verkaufen lässt, ohne dass der eigene Auftrag den Marktpreis wesentlich beeinflusst.

Ein wichtiger Hinweis auf die Liquidität ist das Handelsvolumen. Aktien grosser Unternehmen oder breit gehandelte ETFs sind in der Regel liquider als Wertpapiere, die nur selten gehandelt werden. Bei wenig liquiden Anlagen kann es schwieriger werden, zum gewünschten Zeitpunkt und Preis zu verkaufen. Dieses Risiko wird als Liquiditätsrisiko bezeichnet.

Liquidität spielt aber auch im Portfolio eine wichtige Rolle. Geld, das kurzfristig für laufende Ausgaben oder grössere Anschaffungen benötigt wird, sollte nicht vollständig in langfristige Anlagen investiert sein. Gerade rund um die Pensionierung kann eine ausreichende Liquiditätsreserve verhindern, dass Wertpapiere während einer ungünstigen Marktphase verkauft werden müssen.

Zu viel Liquidität hat allerdings ebenfalls ihren Preis. Bargeld und Kontoguthaben bieten Flexibilität, langfristig können Inflation und entgangene Renditechancen jedoch an der Kaufkraft nagen.

Wie Liquidität, Sicherheit und Rendite zusammenspielen, erklären wir in unserem Blog Das magische Dreieck der Geldanlage.

Liquidität bedeutet finanzielle Bewegungsfreiheit. Zu wenig davon kann teuer werden. Zu viel manchmal auch.

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