Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass ein Vermögenswert nicht schnell genug oder nur mit einem deutlichen Preisabschlag verkauft werden kann. Je geringer die Liquidität einer Anlage, desto grösser kann dieses Risiko sein.
Besonders relevant wird das in unruhigen Marktphasen. Gibt es nur wenige Käuferinnen und Käufer, kann ein Verkauf zwar möglich sein, aber nicht unbedingt zum gewünschten Preis. Bei sehr illiquiden Anlagen wie gewissen Immobilien, Private-Equity-Anlagen oder wenig gehandelten Wertpapieren kann ein Verkauf zudem deutlich länger dauern.
Liquiditätsrisiko betrifft aber nicht nur einzelne Anlagen. Auch Anlegerinnen und Anleger können in einen Liquiditätsengpass geraten, wenn kurzfristig Geld benötigt wird, ein grosser Teil des Vermögens aber langfristig investiert oder nur schwer verfügbar ist. Eine ausreichende Liquiditätsreserve kann deshalb verhindern, dass Anlagen zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkauft werden müssen.
Gerade rund um die Pensionierung gewinnt dieser Aspekt an Bedeutung. Wie ein Liquiditätspolster dabei helfen kann, schwächere Börsenphasen zu überbrücken, erklären wir in unserem Blog Angst vor Kapitalverzehr in der Pensionierung.
Liquidität merkt man oft erst, wenn sie fehlt. An den Finanzmärkten ist das selten der günstigste Moment.