Der Spread, auch Geld-Brief-Spanne genannt, bezeichnet die Differenz zwischen dem Geldkurs und dem Briefkurs eines Wertpapiers. Vereinfacht gesagt ist es die Differenz zwischen dem Preis, den Käuferinnen und Käufer bieten, und dem Preis, den Verkäuferinnen und Verkäufer verlangen.
Liegt der Geldkurs einer Aktie beispielsweise bei 99 Franken und der Briefkurs bei 100 Franken, beträgt der Spread 1 Franken. Wer die Aktie zum Briefkurs kauft und unmittelbar wieder zum Geldkurs verkauft, verliert allein durch diese Differenz 1 Franken pro Aktie.
Der Spread gehört damit zu den indirekten Handelskosten. Wie gross er ausfällt, hängt unter anderem von der Liquidität, dem Handelsvolumen und der aktuellen Marktsituation ab. Bei häufig gehandelten Wertpapieren sind die Spreads meist enger. In weniger liquiden oder turbulenten Märkten können sie deutlich grösser werden.
Eine wichtige Rolle spielen dabei Market-Maker. Sie stellen laufend Kauf- und Verkaufspreise und tragen damit zur Handelbarkeit eines Wertpapiers bei. Die Differenz zwischen diesen Preisen entschädigt sie unter anderem für Handelskosten und das Risiko kurzfristiger Kursbewegungen.
Für Anlegerinnen und Anleger lohnt sich deshalb nicht nur der Blick auf sichtbare Gebühren. Auch ein breiter Spread kostet Geld. An der Börse steht schliesslich nicht jede Rechnung auf der Rechnung.