Dilution

Dilution, auf Deutsch Verwässerung, bezeichnet die Verringerung des prozentualen Anteils bestehender Aktionärinnen und Aktionäre an einem Unternehmen, wenn zusätzliche Aktien ausgegeben werden.

Ein einfaches Beispiel zeigt das Prinzip. Ein Unternehmen hat 1 Million Aktien ausgegeben. Eine Anlegerin besitzt davon 10'000 Aktien und damit 1 Prozent des Unternehmens. Gibt das Unternehmen weitere 250'000 Aktien aus und kauft die Anlegerin keine zusätzlichen Aktien, sinkt ihr Anteil auf 0,8 Prozent.

Neue Aktien können beispielsweise im Rahmen einer Kapitalerhöhung ausgegeben werden. Auch Mitarbeiteroptionen, Wandelanleihen oder andere Instrumente können dazu führen, dass die Zahl der ausstehenden Aktien steigt.

Verwässert werden kann nicht nur der Eigentumsanteil. Verteilt sich derselbe Unternehmensgewinn auf mehr Aktien, kann auch der Gewinn pro Aktie sinken. Das ist für Bewertungskennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis relevant.

Dilution ist allerdings nicht automatisch schlecht. Nimmt ein Unternehmen durch die Ausgabe neuer Aktien frisches Kapital auf und investiert dieses profitabel, kann der Unternehmenswert langfristig steigen. Entscheidend ist deshalb nicht nur, dass neue Aktien ausgegeben werden, sondern was mit dem zusätzlichen Kapital geschieht.

Mehr Aktien bedeuten ein kleineres Stück vom Kuchen. Ob das problematisch ist, hängt auch davon ab, wie viel grösser der Kuchen dadurch wird.

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