Drawdown

Ein Drawdown bezeichnet den Wertverlust einer Anlage oder eines Portfolios von einem zuvor erreichten Höchststand bis zu einem späteren Tiefpunkt. Er zeigt damit, wie stark Anlegerinnen und Anleger zwischenzeitlich im Minus liegen können.

Steigt ein Portfolio beispielsweise zunächst auf 100'000 Franken und fällt danach auf 80'000 Franken, beträgt der Drawdown 20 Prozent. Erholt sich das Portfolio später wieder und erreicht einen neuen Höchststand, ist dieser Drawdown beendet.

Besonders häufig betrachtet wird der Maximum Drawdown. Er bezeichnet den grössten zwischenzeitlichen Verlust innerhalb eines bestimmten Beobachtungszeitraums und ist damit eine wichtige Kennzahl zur Beurteilung des historischen Risikos einer Anlagestrategie.

Der Drawdown unterscheidet sich von der Volatilität. Die Volatilität misst Schwankungen in beide Richtungen. Ein Drawdown konzentriert sich dagegen auf den Weg nach unten. Zwei Portfolios mit ähnlicher Volatilität können deshalb unterschiedlich starke Drawdowns aufweisen.

FĂĽr Anlegerinnen und Anleger ist diese Perspektive besonders relevant. Entscheidend ist schliesslich nicht nur, welche Performance langfristig möglich ist, sondern auch, welche Verluste auf dem Weg dorthin ausgehalten werden mĂĽssen.

Ein Drawdown misst also nicht, wie nervös ein Portfolio schwankt. Er zeigt, wie tief es tatsächlich gefallen ist. Und spätestens dann wird aus einer Risikokennzahl eine ziemlich persönliche Angelegenheit.

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