Earnings per Share, kurz EPS, bedeutet Gewinn je Aktie. Die Kennzahl zeigt, welcher Anteil des Unternehmensgewinns rechnerisch auf eine einzelne Aktie entfällt.
Vereinfacht wird der EPS so berechnet
EPS = Gewinn ÷ durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien
Erzielt ein Unternehmen beispielsweise einen Gewinn von 100 Millionen Franken und sind durchschnittlich 20 Millionen Aktien ausstehend, beträgt der Gewinn je Aktie 5 Franken.
Der EPS gehört zu den wichtigen Kennzahlen der Fundamentalanalyse. Steigt der Gewinn je Aktie über mehrere Jahre, kann dies auf eine wachsende Ertragskraft des Unternehmens hindeuten. Allerdings sollte die Entwicklung genauer betrachtet werden. Der EPS kann nämlich nicht nur durch einen höheren Gewinn steigen, sondern auch dadurch, dass die Zahl der ausstehenden Aktien sinkt.
Besonders wichtig ist der EPS für das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Dabei wird der Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie geteilt. Ein Aktienkurs von 100 Franken und ein EPS von 5 Franken ergeben beispielsweise ein KGV von 20.
Der Gewinn je Aktie sollte nicht mit der Aktienrendite verwechselt werden. Der EPS beschreibt den auf eine Aktie entfallenden Unternehmensgewinn. Die Aktienrendite misst dagegen den Ertrag einer Aktienanlage und berücksichtigt insbesondere Kursveränderungen und Dividenden.