Die Efficient Frontier, auf Deutsch Effizienzlinie, beschreibt in der Portfoliotheorie die Menge effizienter Portfolios, die für ein bestimmtes Risiko die höchste erwartete Rendite beziehungsweise für eine bestimmte erwartete Rendite das geringste Risiko aufweisen.
Das Konzept geht auf die moderne Portfoliotheorie von Harry Markowitz zurĂĽck. Dabei werden nicht nur die erwarteten Renditen und Risiken einzelner Anlagen betrachtet, sondern auch deren Korrelation untereinander.
Durch die Kombination von Anlagen, deren Wertentwicklungen nicht vollständig gleich verlaufen, kann Diversifikation das Risiko eines Portfolios beeinflussen. Unterschiedliche Gewichtungen der Anlagen führen dabei zu unterschiedlichen Kombinationen von erwarteter Rendite und Risiko.
Portfolios auf der Efficient Frontier gelten im Rahmen des zugrunde liegenden Modells als effizient. Ein Portfolio unterhalb der Effizienzlinie ist dagegen ineffizient, weil bei gleichem Risiko eine höhere erwartete Rendite oder bei gleicher erwarteter Rendite ein geringeres Risiko möglich wäre.
Die Efficient Frontier bildet zudem eine Grundlage für weitere Konzepte der Portfoliotheorie. Dazu gehört das Tangentialportfolio, bei dem die Capital Market Line die Efficient Frontier berührt. Der bestehende Descartes-Eintrag zum Tangentialportfolio stellt diesen Zusammenhang bereits her.
Wichtig ist, dass die Efficient Frontier auf Annahmen und Schätzungen zu erwarteten Renditen, Risiken und Korrelationen basiert. Ändern sich diese Annahmen, verändert sich auch die berechnete Effizienzlinie.