Entsparplan

Ein Entsparplan ist gewissermassen ein Sparplan rĂĽckwärts: Statt regelmässig Geld anzulegen, wird in festgelegten Abständen Kapital aus einem bestehenden Vermögen entnommen.

Entsparpläne werden häufig nach der Pensionierung eingesetzt. Ziel ist es, aus dem angesparten Vermögen ein regelmässiges zusätzliches Einkommen zu erzielen, während das noch nicht benötigte Kapital weiterhin investiert bleibt.

Wie hoch die regelmässigen Entnahmen sein können, hängt unter anderem vom vorhandenen Vermögen, dem Anlagehorizont, der Anlagestrategie, der erwarteten Rendite und den persönlichen Ausgaben ab. Auch Inflation und Marktschwankungen spielen eine wichtige Rolle.

Ein Beispiel: Wer bei der Pensionierung über ein Anlagevermögen von 750'000 Franken verfügt und jährlich drei Prozent entnimmt, erhält im ersten Jahr 22'500 Franken beziehungsweise 1'875 Franken pro Monat. Eine solche Entnahmerate ist jedoch keine Garantie dafür, dass das Vermögen dauerhaft ausreicht.

Ein Entsparplan sollte deshalb nicht nur festlegen, wie viel Geld regelmässig ausbezahlt wird. Ebenso wichtig ist die Frage, wie das verbleibende Vermögen angelegt wird. Eine passende Kombination aus Anlage- und Entnahmestrategie kann dazu beitragen, finanzielle Flexibilität im Ruhestand zu erhalten.

Mehr zum Thema finden Sie bei Descartes unter Anlegen ab 55.

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