Ein Hedgefonds ist ein aktiv verwalteter Anlagefonds, der bei seiner Anlagestrategie typischerweise grössere Freiheiten hat als ein klassischer Anlagefonds. Ziel ist häufig, Renditen zu erzielen, die weniger stark von der allgemeinen Entwicklung der Aktien- und Anleihenmärkte abhängig sind.
Dafür können Hedgefonds unterschiedliche und teilweise komplexe Strategien einsetzen. Dazu gehören beispielsweise Leerverkäufe, Derivate, Arbitrage oder der Einsatz von Leverage. Manche Hedgefonds setzen auf steigende und fallende Kurse gleichzeitig, andere versuchen Preisunterschiede zwischen Märkten auszunutzen oder bestimmten Trends zu folgen.
Der Begriff «Hedgefonds» kann dabei etwas irreführend sein. «Hedging» bedeutet zwar Absicherung, doch Hedgefonds sind keineswegs automatisch risikoarm. Je nach Strategie können Hebelwirkung, Leerverkäufe, illiquide Anlagen oder komplexe Finanzinstrumente das Verlustrisiko erheblich erhöhen.
Hedgefonds unterscheiden sich auch hinsichtlich Liquidität, Kosten und Transparenz. Häufig richten sie sich vor allem an institutionelle oder vermögende Anlegerinnen und Anleger und können höhere Mindestanlagen sowie längere Rückgabefristen vorsehen.
Hedgefonds sind deshalb weniger eine eigene Anlageklasse als eine Gruppe sehr unterschiedlicher Anlagestrategien. Entscheidend ist nicht das Etikett «Hedgefonds», sondern welche Strategie verfolgt wird, welche Risiken eingegangen werden und wie diese Risiken gesteuert werden.