Hedging, auf Deutsch Absicherung, bezeichnet Massnahmen, mit denen finanzielle Risiken gezielt reduziert oder begrenzt werden. Dabei wird eine bestehende Position durch eine andere Position ergänzt, deren Wertentwicklung das abzusichernde Risiko teilweise oder vollständig ausgleichen soll.
Ein einfaches Beispiel ist das Währungsrisiko. Hält eine Anlegerin oder ein Anleger US-Aktien, rechnet das Portfolio aber in Schweizer Franken, beeinflusst neben der Kursentwicklung der Aktien auch der Wechselkurs zwischen US-Dollar und Schweizer Franken die Rendite. Durch eine Währungsabsicherung kann dieses zusätzliche Risiko reduziert werden.
Zur Absicherung können je nach Risiko unterschiedliche Finanzinstrumente eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Optionen, Futures oder Devisentermingeschäfte. Welche Methode geeignet ist, hängt davon ab, welches Risiko abgesichert werden soll und wie umfassend die Absicherung sein soll.
Hedging beseitigt Risiken allerdings nicht kostenlos. Direkte Kosten, Zinsdifferenzen, Prämien oder andere Effekte können die Rendite einer abgesicherten Anlage belasten. Zudem kann eine Absicherung dazu führen, dass nicht nur Verluste reduziert werden, sondern auch positive Entwicklungen des abgesicherten Risikofaktors nicht oder nur teilweise zum Tragen kommen.
Eine Absicherung muss nicht vollständig erfolgen. Beim sogenannten Partial Hedging wird nur ein Teil des Risikos abgesichert. Dadurch lässt sich das Verhältnis zwischen Risikoreduktion und den mit der Absicherung verbundenen Kosten beziehungsweise Auswirkungen gezielt steuern.
Hedging sollte deshalb nicht isoliert danach beurteilt werden, ob es Schwankungen reduziert. Entscheidend ist, welches Risiko abgesichert wird, welche Kosten dadurch entstehen und ob die Absicherung zur langfristigen Anlagestrategie passt.
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