Homo Oeconomicus

Der Homo oeconomicus ist ein theoretisches Modell eines Menschen, der wirtschaftliche Entscheidungen rational und auf Grundlage der verfügbaren Informationen trifft. Dabei wird angenommen, dass er verschiedene Handlungsalternativen bewertet und jene wählt, die seinen eigenen Nutzen maximiert.

In der klassischen Wirtschaftstheorie dient der Homo oeconomicus als vereinfachte Annahme, um wirtschaftliche Entscheidungen und Marktmechanismen zu modellieren. Das Konzept beschreibt dabei keinen realen Menschen, sondern ein theoretisches Entscheidungsmodell.

In der Realität handeln Menschen jedoch nicht immer vollständig rational. Entscheidungen können unter anderem durch Emotionen, begrenzte Informationen, Gewohnheiten und systematische Denkfehler beeinflusst werden. Die Behavioral Finance untersucht solche Verhaltensmuster insbesondere im Zusammenhang mit finanziellen Entscheidungen.

Der Homo oeconomicus bildet damit einen wichtigen theoretischen Referenzpunkt: Je stärker sich das tatsächliche Verhalten von den Annahmen rationaler Entscheidungsmodelle unterscheidet, desto relevanter werden verhaltensökonomische Erklärungsansätze.

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