Hurdle Rate

Die Hurdle Rate bezeichnet eine Mindestrendite, die ein Fonds oder eine Anlagestrategie erreichen muss, bevor eine erfolgsabhängige Gebühr, die sogenannte Performance Fee, erhoben werden kann.

Ein Beispiel: Ein Fonds hat eine Hurdle Rate von fünf Prozent. Erzielt er innerhalb der relevanten Periode eine Rendite von drei Prozent, fällt grundsätzlich keine Performance Fee an. Erzielt er dagegen acht Prozent, kann – abhängig von den konkreten Fondsbedingungen – eine erfolgsabhängige Gebühr anfallen.

Dabei wird zwischen einer «Hard Hurdle» und einer «Soft Hurdle» unterschieden. Bei einer Hard Hurdle wird die Performance Fee grundsätzlich nur auf die Rendite oberhalb der Hurdle Rate berechnet. Bei einer Soft Hurdle kann die Gebühr auf die gesamte relevante Performance anfallen, sobald die Mindestrendite überschritten wurde.

Die Hurdle Rate kann als fixer Prozentsatz definiert oder an einen Referenzwert gekoppelt werden. Entscheidend sind immer die konkreten Bedingungen des jeweiligen Fonds.

Häufig wird eine Hurdle Rate mit einer High Water Mark kombiniert. Diese soll verhindern, dass auf eine blosse Erholung früherer Verluste erneut eine Performance Fee erhoben wird.

Für Anlegerinnen und Anleger ist deshalb nicht nur die Höhe einer Performance Fee relevant, sondern auch die Frage, ab welcher Rendite sie überhaupt anfällt.

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