Eine inverse Zinskurve entsteht, wenn die Renditen kurzfristiger Obligationen höher sind als jene langfristiger Obligationen. Die normale Zinskurve steht damit gewissermassen Kopf.
Üblicherweise verlangen Anlegerinnen und Anleger für längere Laufzeiten eine höhere Rendite. Bei einer inversen Zinskurve ist es umgekehrt. Ein möglicher Grund sind hohe kurzfristige Zinsen, etwa infolge einer restriktiven Geldpolitik. Gleichzeitig können tiefere langfristige Renditen darauf hindeuten, dass die Märkte künftig mit sinkenden Zinsen und einer schwächeren Konjunktur rechnen.
Genau deshalb wird eine inverse Zinskurve an den Finanzmärkten aufmerksam beobachtet. Historisch trat sie häufig vor wirtschaftlichen Abschwüngen und Rezessionen auf. Ein automatisches Rezessionssignal ist sie trotzdem nicht. Auch viel beachtete Indikatoren dürfen sich irren.
Für Anlegerinnen und Anleger ist die Zinskurve zudem relevant, weil Veränderungen des Zinsniveaus die Bewertung von Obligationen beeinflussen. Mehr dazu finden Sie unter Zinsrisiko.
Wie aussagekräftig eine inverse Zinskurve tatsächlich ist und was sie für Anlegerinnen und Anleger bedeutet, erklären wir ausführlicher in unserem Blog Was bedeutet eine inverse Zinskurve?.