Moat Investing ist ein Investmentansatz, der gezielt nach Unternehmen mit nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen sucht. Der englische Begriff «Moat» bedeutet Burggraben: Je breiter der wirtschaftliche Burggraben eines Unternehmens, desto schwieriger soll es für Konkurrenten sein, seine Marktposition anzugreifen.
Ein solcher Wettbewerbsvorteil kann unterschiedliche Ursachen haben. Dazu zählen starke Marken, Netzwerkeffekte, hohe Wechselkosten für Kunden, Kostenvorteile, Patente oder andere schwer kopierbare Ressourcen.
Ein wirtschaftlicher Burggraben kann einem Unternehmen ermöglichen, über längere Zeit attraktive Margen und Kapitalrenditen zu erzielen. Genau deshalb spielt das Konzept in der Fundamentalanalyse und beim langfristigen Investieren eine wichtige Rolle.
Ein Moat ist allerdings nicht für die Ewigkeit gebaut. Neue Technologien, veränderte Kundenbedürfnisse, Regulierung oder stärkere Konkurrenz können bestehende Wettbewerbsvorteile schwächen oder vollständig beseitigen. Entscheidend ist deshalb nicht nur, ob ein Unternehmen heute einen Burggraben besitzt, sondern wie dauerhaft dieser tatsächlich ist.
Auch die Bewertung bleibt zentral. Ein hervorragendes Unternehmen ist nicht automatisch eine hervorragende Aktie, wenn bereits sehr hohe Erwartungen im Kurs enthalten sind. Beim Value Investing wird deshalb neben der Qualität des Unternehmens auch berücksichtigt, wie der Marktpreis im Verhältnis zum geschätzten inneren Wert steht.
Ein breiter Burggraben kann Konkurrenten fernhalten. Vor einem zu hohen Kaufpreis schützt er allerdings nicht.