Blue Chips sind Aktien grosser, etablierter Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung und meist hoher Börsenliquidität. Der Begriff steht typischerweise für bekannte Unternehmen mit einer starken Marktposition und einer langen Unternehmensgeschichte.
Der Name stammt ursprünglich aus dem Casino: Beim klassischen Poker gehörten blaue Jetons zu den wertvollsten Chips. An der Börse wurde daraus eine Bezeichnung für besonders bedeutende Unternehmen. Ein ziemlich weiter Weg vom Spieltisch ins Wertschriftendepot.
In der Schweiz werden insbesondere die Unternehmen im Swiss Market Index (SMI) häufig als Blue Chips bezeichnet. Der SMI umfasst die grössten und liquidesten Aktien des Schweizer Aktienmarkts.
Blue Chips sind in der Regel auch Large Caps. Die Begriffe bedeuten allerdings nicht exakt dasselbe. Large Cap beschreibt in erster Linie die Grösse eines Unternehmens anhand seiner Marktkapitalisierung. Blue Chip beinhaltet zusätzlich die Vorstellung eines etablierten und bedeutenden Unternehmens.
Auch ein Blue Chip ist keine risikofreie Anlage. Grösse, Bekanntheit und eine lange Unternehmensgeschichte schützen weder vor Kursverlusten noch vor strategischen Fehlentscheidungen.
Blue Chips sind die Schwergewichte der Börse. Unverwundbar macht sie das nicht.