Eine Notenbank, auch Zentralbank genannt, ist die Institution, die für die Geld- und Währungspolitik eines Landes oder Währungsraums verantwortlich ist. In der Schweiz übernimmt diese Aufgabe die Schweizerische Nationalbank (SNB).
Zu den wichtigsten Aufgaben einer Notenbank gehört die Wahrung der Preisstabilität. Mit ihrer Geldpolitik versucht sie, die monetären Rahmenbedingungen einer Volkswirtschaft so zu beeinflussen, dass die Preisentwicklung möglichst stabil bleibt. Dabei spielen insbesondere die Inflation und die konjunkturelle Entwicklung eine wichtige Rolle.
Eines der bekanntesten Instrumente einer Notenbank ist der Leitzins. Veränderungen des Zinsniveaus wirken sich auf Kredite, Hypotheken, Sparen, Investitionen und die Bewertung von Finanzanlagen aus. Steigende Zinsen verteuern beispielsweise tendenziell die Finanzierung und können die Nachfrage bremsen. Tiefere Zinsen wirken grundsätzlich in die entgegengesetzte Richtung.
Notenbanken können zudem Liquidität bereitstellen, am Geldmarkt intervenieren und – je nach Mandat und geldpolitischem System – Wertpapiere oder Devisen kaufen und verkaufen. Damit beeinflussen ihre Entscheidungen nicht nur Banken und Unternehmen, sondern auch Anleihen, Aktien und Wechselkurse.
Für Anlegerinnen und Anleger sind Notenbanken deshalb besonders relevant. Eine Zinsentscheidung verändert zwar nicht über Nacht den fundamentalen Wert jedes Unternehmens. Sie verändert aber die Finanzierungskosten, Diskontsätze und Renditealternativen am Kapitalmarkt – und damit wichtige Parameter für die Bewertung von Anlagen.
Die bekanntesten Notenbanken sind die Schweizerische Nationalbank (SNB), die Europäische Zentralbank (EZB) und das Federal Reserve System (Fed) in den USA. Ihre Mandate und Instrumente unterscheiden sich, gemeinsam ist ihnen jedoch ihre zentrale Rolle im Geld- und Finanzsystem.
Notenbanken können Geldpolitik steuern. Die Finanzmärkte lassen sich trotzdem nicht per Knopfdruck programmieren.