Eine Put-Option gibt der Käuferin oder dem Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht, einen Basiswert zu einem vorher festgelegten Ausübungspreis zu verkaufen. Für dieses Recht wird eine Optionsprämie bezahlt.
Ein Beispiel: Eine Put-Option berechtigt zum Verkauf einer Aktie für 100 Franken. Fällt der Aktienkurs auf 80 Franken, besitzt die Option einen inneren Wert von 20 Franken. Die Aktie könnte über die Option für 100 Franken verkauft werden, obwohl sie am Markt nur noch 80 Franken wert ist.
Ob mit der Position tatsächlich ein Gewinn erzielt wird, hängt allerdings auch von der bezahlten Optionsprämie und allfälligen Kosten ab. Ein Put kann deshalb In the Money sein, ohne dass die gesamte Position bereits profitabel ist.
Put-Optionen gewinnen grundsätzlich an Wert, wenn der Kurs des Basiswerts fällt. Ihr Preis wird jedoch auch von anderen Faktoren beeinflusst, darunter Restlaufzeit, implizite Volatilität und Zinsniveau.
Für Käuferinnen und Käufer eines Puts ist der maximale Verlust grundsätzlich auf die bezahlte Optionsprämie begrenzt. Put-Optionen können deshalb nicht nur zur Positionierung auf fallende Kurse, sondern auch zur Absicherung bestehender Anlagen eingesetzt werden.
Das Gegenstück zum Put ist der Call, der das Recht zum Kauf eines Basiswerts gibt. Mehr zu den grundlegenden Eigenschaften unter Option.