Die Realrendite zeigt, wie sich eine Anlage nach Berücksichtigung der Inflation entwickelt hat. Sie beantwortet damit eine wichtigere Frage als die nominale Rendite allein. Nicht nur, wie viel mehr Geld vorhanden ist, sondern wie viel man sich damit tatsächlich leisten kann.
Vereinfacht lässt sich die Realrendite berechnen, indem die Inflation von der nominalen Rendite abgezogen wird.
Erzielt eine Anlage beispielsweise eine Rendite von 5 Prozent und beträgt die Inflation im gleichen Zeitraum 2 Prozent, liegt die Realrendite vereinfacht bei rund 3 Prozent. Das Vermögen ist nominal um 5 Prozent gewachsen, die Kaufkraft aber deutlich weniger.
Besonders relevant wird der Unterschied bei tiefen Renditen und höherer Inflation. Bringt ein Sparkonto beispielsweise 1 Prozent Zins, während die Preise um 2 Prozent steigen, wächst der Kontostand zwar. Die Kaufkraft des Vermögens nimmt trotzdem ab. Die Realrendite ist negativ.
Für langfristige Anlegerinnen und Anleger ist die Realrendite deshalb eine zentrale Grösse. Beim Vermögensaufbau und in der Altersvorsorge geht es schliesslich nicht darum, in einigen Jahrzehnten möglichst viele Franken auf dem Konto zu haben. Entscheidend ist, was diese Franken dann noch wert sind.
Wie unterschiedliche Methoden zur Berechnung der Rendite funktionieren, erklären wir im Blog Berechnung der Rendite einer Investition.
Die nominale Rendite zeigt, wie das Vermögen wächst. Die Realrendite zeigt, ob man sich davon auch mehr leisten kann.