Seitwärtsmarkt

Ein Seitwärtsmarkt bezeichnet eine Marktphase, in der sich die Kurse über einen längeren Zeitraum weder eindeutig nach oben noch nach unten bewegen. Statt eines klaren Trends schwanken sie innerhalb einer bestimmten Bandbreite.

Dabei können durchaus grössere Kursbewegungen auftreten. Entscheidend ist, dass sich daraus über den betrachteten Zeitraum kein nachhaltiger Aufwärts- oder Abwärtstrend entwickelt. Auf steigende Kurse folgen also immer wieder Rückschläge und auf fallende Kurse erneute Erholungen.

Damit unterscheidet sich ein Seitwärtsmarkt von einem Bullenmarkt, der durch einen länger anhaltenden Aufwärtstrend geprägt ist, und einem Bärenmarkt, bei dem fallende Kurse dominieren.

Seitwärtsphasen können beispielsweise entstehen, wenn Marktteilnehmende unterschiedliche Erwartungen über Konjunktur, Unternehmensgewinne, Inflation oder Zinsen haben. Positive und negative Einschätzungen halten sich dann über längere Zeit ungefähr die Waage.

Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet ein Seitwärtsmarkt nicht automatisch, dass keine Rendite erzielt werden kann. Dividenden oder Zinsen können weiterhin Erträge liefern. Zudem entwickeln sich einzelne Anlageklassen, Branchen und Unternehmen nicht zwingend gleich wie der Gesamtmarkt.

Wie lange eine Seitwärtsphase dauert, lässt sich erst im Nachhinein zuverlässig feststellen. Ein Markt, der heute orientierungslos aussieht, kann morgen bereits einen neuen Trend beginnen.

An der Börse geht es also nicht immer nur nach oben oder unten. Manchmal nimmt der Markt erstaunlich lange den Seiteneingang.

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