Ein Staffelpreis ist ein Preis- oder Gebührensystem, bei dem der Satz abhängig von der Höhe des Betrags oder der Menge in vordefinierten Stufen variiert. In der Finanzbranche, insbesondere im Private Banking, wird dieses Prinzip häufig bei Depotgebühren, Vermögensverwaltungsgebühren oder Zinssätzen angewendet. Damit sollen Kundinnen und Kunden mit grösseren Anlagevolumina durch günstigere Konditionen belohnt werden.
Der Preis pro Einheit oder der Prozentsatz ändert sich dabei, sobald eine neue Mengenschwelle überschritten wird. Die Staffelung kann progressiv gestaltet sein, mit sinkendem Satz bei höheren Beträgen, oder degressiv, mit steigendem Satz bei höheren Beträgen. Die Abrechnung erfolgt oft nur für den Betrag innerhalb der jeweiligen Staffel, ähnlich wie bei progressiven Steuersätzen.
Ein Beispiel: Bis 50'000 Franken Depotwert gelten 0,50 Prozent pro Jahr, für den Bereich von 50'001 bis 250'000 Franken 0,40 Prozent, und für alles über 250'000 Franken 0,30 Prozent.