Verlusthäufigkeit

Die Verlusthäufigkeit zeigt, wie oft die Rendite einer Anlage unter einem bestimmten Referenzwert liegt. Als Referenz kann beispielsweise eine Rendite von null oder eine gewünschte Mindestrendite verwendet werden.

Angenommen, ein Portfolio erzielt in 100 betrachteten Perioden während 25 Perioden eine Rendite unter null. Die Verlusthäufigkeit beträgt in diesem Fall 25 Prozent.

Im Unterschied zur Volatilität konzentriert sich die Verlusthäufigkeit ausschliesslich auf unerwünschte Ergebnisse. Die Volatilität berücksichtigt dagegen sowohl positive als auch negative Abweichungen und behandelt starke Kursgewinne statistisch ebenfalls als Schwankung.

Mathematisch gehört die Verlusthäufigkeit zur Familie der Lower Partial Moments, kurz LPM. Sie entspricht dem Lower Partial Moment nullter Ordnung. Andere Downside-Risikomasse berücksichtigen zusätzlich, wie stark eine Rendite unter dem festgelegten Referenzwert liegt.

Die Kennzahl hat allerdings eine klare Grenze. Sie zeigt, wie häufig Verluste auftreten, nicht wie gross diese Verluste sind. Zwei Anlagestrategien können deshalb dieselbe Verlusthäufigkeit aufweisen, obwohl bei der einen kleine Rückgänge und bei der anderen regelmässig deutlich grössere Verluste auftreten.

Für die Beurteilung einer Anlagestrategie sollte die Verlusthäufigkeit deshalb nie isoliert betrachtet werden. Sie beantwortet eine einfache, aber wichtige Frage sehr gut. Wie oft ging es schlechter aus als gewünscht?

Wie schmerzhaft es jeweils wurde, verrät sie dagegen nicht.

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