Anlagebetrug

Anlagebetrug bezeichnet betrügerische Praktiken, bei denen Anlegerinnen und Anleger durch falsche Versprechen, gefälschte Informationen oder manipulierte Geschäftsmodelle dazu gebracht werden, Geld in vermeintlich lukrative, tatsächlich aber wertlose oder nicht existierende Investitionen zu stecken. Typisch sind unrealistisch hohe, sichere und regelmässige Renditeversprechen, oft kombiniert mit professionell wirkendem Auftreten, gefälschten Bewilligungen oder erfundenen Erfolgsgeschichten.

Zu den bekanntesten Erscheinungsformen zählt das Ponzi-System, bei dem Auszahlungen an frĂĽhere Anlegerinnen und Anleger nicht aus echten Gewinnen, sondern aus dem Kapital neu angeworbener Investorinnen und Investoren finanziert werden. BerĂĽhmte historische Fälle wie jener von Bernard Madoff oder der «Cryptoqueen» Ruja Ignatova zeigen, dass solche Systeme ĂĽber Jahre unentdeckt bleiben können, bevor sie kollabieren. Häufig ist Anlagebetrug zudem eng mit Geldwäscherei verknĂĽpft, da unrechtmässig erlangte Gelder in den regulären Finanzkreislauf eingeschleust werden mĂĽssen.

Auch in einem stark regulierten Markt wie der Schweiz ist Anlagebetrug real: Fälle wie jener der ASE Investment AG, bei dem Anlegerinnen und Anlegern ein geschätzter Schaden von 170 Millionen Schweizer Franken entstand, zeigen, dass professionelles Auftreten und ein Sitz in der Schweiz allein keine Garantie für Seriosität sind. Wer eine Investition prüft, sollte insbesondere die FINMA-Warnliste konsultieren, alle Unterlagen vollständig einsehen und bei unrealistisch klingenden Renditeversprechen skeptisch bleiben.

Zume weiterlesen: In unserem Blogbeitrag Â«Anlagebetrug Schweiz: reale Fälle von unseriösen Anbietern» analysieren wir konkrete Schweizer Betrugsfälle und die Rolle der FINMA. Wer sich zusätzlich ĂĽber alltäglichere Betrugsformen wie Phishing oder Identitätsmissbrauch informieren möchte, findet dies in unserem Artikel Â«Betrugsmaschen erkennen».

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