Cash Drag

Cash Drag bezeichnet den Effekt, wenn ein hoher Anteil an liquiden Mitteln die Performance eines Portfolios belastet.

HĂ€lt ein Portfolio beispielsweise einen grösseren Teil des Vermögens als Cash, wĂ€hrend Aktien oder Anleihen deutlich höhere Renditen erzielen, bleibt dieser Teil des Kapitals hinter den investierten Anlagen zurĂŒck. Dadurch fĂ€llt auch die Performance des gesamten Portfolios⁠ tiefer aus.

Wie stark der Cash Drag ausfĂ€llt, hĂ€ngt von der Cash-Quote⁠, dem Zinsniveau und der Rendite der ĂŒbrigen Anlagen ab. In Phasen höherer Zinsen kann Cash selbst eine attraktive Verzinsung erzielen. Der Effekt ist dann entsprechend kleiner.

Eine Cash-Position ist deshalb nicht automatisch nachteilig. LiquiditĂ€t kann fĂŒr bevorstehende Auszahlungen benötigt werden oder bewusst als Teil der Anlagestrategie gehalten werden. Problematisch wird sie vor allem dann, wenn grössere BetrĂ€ge ĂŒber lĂ€ngere Zeit ohne konkreten Zweck nicht investiert bleiben.

Cash Drag beschreibt somit keine bestimmte Anlageform, sondern mögliche OpportunitÀtskosten innerhalb eines Portfolios. Entscheidend ist nicht, möglichst wenig Cash zu halten, sondern nur so viel, wie tatsÀchlich benötigt wird.

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